Uiuiui, da hab ich aber lange meinen Diabetes schleifen lassen. Also ich bin mir nicht sicher, ich hab mich immer lange um den HbA1c-Wert rumgedrückt und dann letzten Endes sogar Anfang 2007 den Arzt gewechselt, damit ich wieder einen habe, der mir in den Arsch tritt und auf die Bestimmung des Wertes besteht. Entsprechend war dann auch die Ernüchterung mit über 8%.
Naja, ich habs dann auch lange selbst nicht wahrhaben wollen, dass meine Einstellung nicht stimmt und mir selbst Ausreden gesucht. Anfang des Jahres aber hat mir mein Arzt dann wirklich in den Arsch getreten, im Januar war der Wert bei 8,4%. Da wollte er mich dann schon ins Krankenhaus einweisen zur Neueinstellung. Das konnte ich ihm aber Gottseidank doch noch ausreden, mit dem Versprechen auf Besserung.
Okay, dann war ich viel krank, ein ungünstiger Zeitpunkt hier irgendetwas an seinem Spritzverhalten zu ändern…so begann es eigentlich erst im April, dass ich mich wieder um mich selbst gekümmert habe. Jahrelang hatte ich meine Werte nicht mehr mitgeschrieben und jetzt wollte ich damit anfangen. Also erst wieder ein Diabetes-Tagebuch besorgt und mitgeschrieben – aber für die schnelle Messung oder das schnelle Essen unterwegs sind diese Papiertagebücher nicht gerade gut geeignet. Und das Nachtragen hab ich dann auch nicht unbedingt zuverlässig gemacht.
Also war ich auf der Suche nach einer besseren Lösung – eine Software fürs Handy oder sowas in der Art. Bei der Recherche im Internet bin ich dann auf Glucosurfer.org gestossen, ein Online-Diabetes-Tagebuch, das eine Schnittstelle bietet um mit dem Handy oder mit dem PDA bzw. in meinem Fall mit meinem Pocket-Web die Daten einzutragen. Verschiedenste Analysen kann man sich dann zu Hause am PC über das Internet ansehen. Die Daten werden dabei anonym gespeichert, ich musste bei der Anmeldung nirgends meinen Namen eigeben.
Mit Hilfe meines Online-Tagebuchs von Glucosurfer.org hab ich dann meine Einstellung wieder in die richtige Richtung gebracht und meine hohen Werte reduziert. Ende Mai war ich dann wieder bei der HbA1c-Bestimmung und hatte mit 7,6% zwar einen etwas niedrigeren, aber immer noch zu hohen Wert. Mein Arzt sagte mir dann, dass wir einen Monat später nochmal messen, um zu sehen ob ich es denn wirklich im Griff hätte. Anfang Juli war der Wert dann bei 6,9%, und jetzt ganz aktuell wieder einen Monat später ist er bei 6,4%. Ein Wert, der mich zufrieden macht, aber dennoch anspornt, noch näher an die 6% zu kommen. Hoffen wir es.
Mit Hilfe von Glucosurfer.org hab ich also meine Werte wieder weitgehend in den Normalbereich geschossen, das zeigt mir, wie wichtig es ist, seine Werte zu protokollieren und sie auszuwerten, sich also mit ihnen zu beschäftigen. Entsprechend werde ich damit also auch weiter machen.
Ein weiterer Vorteil von Glucosurfer.org ist eine Freigabemöglichkeit, damit man anderen (z.B. auch seinem Arzt) die Werte zugänglich machen kann. Es wird ein Link generiert, den man jederzeit auch wieder löschen und damit seine Werte sperren kann. Man kann auch mehrere Links generieren, so dass man in verschiedenen Foren oder auch einzelnen Bekannten jeweils einen anderen Link geben und damit gewährleisten kann, wer die Werte weiterhin und wer sie nicht mehr sieht. Dieser Link sind z.B. meine Werte.
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