16. September 2008

Information, Teil 5

Category: Bus und Bahn — smirne @ 09:27

Nach wirklich langer Zeit gab es heute morgen wieder eine Störung auf der Stammstrecke, die den gesamten morgendlichen Berufsverkehr beeinträchtigt hat. In Sachen Information hat hierbei die S-Bahn München mal wieder mit absolutem Nichtstun geglänzt. Absolut Nichts? Ist nicht ganz die Wahrheit, so habe ich die Störung heute erlebt.

Ich wollte heute morgen mit dem Verstärkerzug um 6.22 Uhr ab Maisach fahren. Nachdem ich ganz normal zum Bahnhof gelaufen bin und mir am Kiosk meinen Kaffee und meine Zeitung geholt hab, bin ich um 6.14 Uhr auf den Bahnsteig gekommen. Mich hat es etwas verwundert, dass doch etwas ungewöhnlich viele Leute auf dem Bahnsteig sind, dafür, dass der vorherige Zug erst 2 Minuten weg ist bzw. sein sollte. Einen kompletten Zugausfall hab ich aber ausgeschlossen, denn dafür waren es eindeutig zu wenige. Wird wohl die um 5.52 Uhr mit 10-15 Minuten Verspätung abgefahren sein.
Nun gut, es wurde irgendwann 6.22 Uhr und nachdem sich die Bahn hinten aus dem Abstellgleis keinen Millimeter rührte, hab ich mich schon auf längeres Warten eingestellt. Irgendwie wurde mir langsam klar, dass wieder eine Störung vorliegt. Durchsage? Fehlanzeige! Gegen 6.24 Uhr ist eine SMS auf meinem Handy eingegangen, dass eine eMail vom Störungsmelder vorliegt, Betreff: Signalstörung Stammstrecke. Okay, alles klar, das dauert länger. Kurz spielte ich mit dem Gedanken wieder nach Hause zu gehen und heute Urlaub zu nehmen.
Es wurde 6.28 Uhr und auf einmal tönte es aus den Lautsprechern: “Eine Information für die Fahrgäste der S4, die S4 fährt jetzt wieder durch die Stammstrecke.” Schön zu hören, aber ich habe bisher – von der eMail abgesehen – weder die Information gehabt, dass die S4 nicht durch die Stammstrecke fährt, noch habe ich jetzt eine Information ob es in absehbarer Zeit eine Fahrmöglichkeit nach München gibt. Denn soviel konnte ich mir schon denken, dass ausser den Verstärkerzügen in den Abstellgleisen kein weiterer Zug mehr auf der Strecke ist und erst wieder was aus München rauskommen muss. Das kann einen Zeitbedarf zwischen 20 Minuten und 1 Stunde ergeben, bis zur nächsten Bahn.
Solange sollte es dann doch nicht dauern, um 6.33 Uhr kam dann einer der ursprünglich für die Verstärkerzüge vorgesehenen Umläufe aus der Abstellung und transportierte die nicht unwesentlich wenigen, aufgestauten Fahrgäste nach München. Für mich war das alles im Rahmen des Erträglichen, man hat schon Schlimmeres mitgemacht und länger gewartet – aber die Information war auch schon einmal deutlich besser, um nicht zu sagen: Von allen Störungen, die ich seit Beginn meiner Pendelei im September 1993 mitgemacht habe, hatte ich hier die wenigste Information.
In München fiel mir noch auf, dass die Zugzielanzeiger am Bahnsteig wieder vollends mit Nichtinformation glänzten, es stand nur der Standardtext von Störung, aber die aktuell einfahrende bzw. bereit stehende S-Bahn wurde gekonnt verschwiegen. Schöne, moderne, dynamische Informationsdisplays. In der Arbeit angekommen hab ich mir kurz über das RIS einen Überblick über die Betriebslage verschafft und dabei festgestellt, dass die S-Bahn, mit der ich gefahren bin, eigentlich die um 5.32 Uhr ab Maisach war und diese mit über 1 Stunde Verspätung gefahren ist. Glück gehabt, dass ich heute nicht früher aufgestanden bin.

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  • 2 Kommentare »

    1. also wenn’s Dich tröstet, ich habe heute 2 Stunden gebraucht bis ich in der Arbeit war – total durchgefroren und frustriert:-( Hoffe es wird morgen wieder besser! Was war denn die Ursache??

      Kommentar by ichundich — 16. September 2008 @ 12:44

    2. Laut tz ist wohl was in der Elektronik abgestürzt. Schöne, moderne Computerwelt :-/

      Kommentar by smirne — 16. September 2008 @ 14:11

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