Seit einigen Jahren benutze ich schon Google Mail. Ich hab früher schon viele Freemailer probiert, Web.de, Freemail, GMX, Yahoo & Co. Diese Freemailer haben mich relativ schnell davon überzeugt, meine E-Mails über meine eigenen Server laufen zu lassen und von Freemailern Abstand zu nehmen. Problematisch dabei: ändert man die Domain, muss man auch die E-Mail-Adresse wechseln. Und das artet sehr schnell in Arbeit aus, bis alle informiert sind.
Auch eine anständige Web-Oberfläche ging mir ab, damit man auch von unterwegs seine Mails mal schnell abrufen kann oder auch von der Arbeit aus. Also suchte ich doch wieder einen Freemailer. Aber welchen ich auch probierte, bei jedem Mailer musste ich einen anderen Kompromiss eingehen. Das, was ich suchte, war nicht dabei. Als ich mit einem Freund mal darüber geredet hatte, schlug er mir vor Google Mail zu testen. Nun, der erste Gedanke der mir natürlich kam, war Google und der Daten-Speicher-Wahnsinn. Aber ich kam sehr schnell zu dem Schluß, dass mir das eigentlich egal ist. Wer weiß, ob die Anderen das nicht auch machen. Die gebens halt nur nicht zu.
Ich war von Google Mail sofort begeistert. Das war genau das, was ich gesucht hatte, nein, Google Mail bot mir von Anfang an Möglichkeiten, an die ich gar nicht gedacht hatte, aber die mehr als nur praktisch sind. Allem voran sei hier die Möglichkeit erwähnt, E-Mails mit Labels zu versehen. Damit sind die Mails schön eingeordnet und sehr leicht wieder auffindbar. Auch der Speicherplatz von mehreren Gigabyte ist unschlagbar. Mails löschen? Vergangenheit. Heutzutage wird archiviert. Und seien wir doch mal ehrlich, wer hat sich nicht schon einmal drüber geärgert, dass man eine Mail noch mal hätte brauchen können, aber sie gelöscht war?
Google Mail ordnet auch zusammengehörige Mails zusammen. So bleibt der gesamte Mailverkehr übersichtlich, die Antworten sind ohne große Suche sofort verfügbar. Und wer nicht auf seinen Mail-Client verzichten will, auch dem kann bei Google Mail geholfen werden. Denn Google Mail unterstützt sowohl POP3 als auch IMAP. Natürlich gibt es auch einen SPAM-Filter. Und der gehört wohl auch zu den besten SPAM-Filtern, die es gibt. Durch die Öffentlichkeit meiner E-Mail-Adressen, die sich durch die Impressums-Pflicht ergibt, bekomme ich rund 3000 Spam-Mails im Monat. Der Filter bei Google Mail ist so effektiv, dass mir das überhaupt keine Gedanken macht. Es sind keine 5 Spam-Mails im Monat, die tatsächlich bis zu mir vordringen. Und fehlerhaft als Spam erkannte Mails sind mir auch noch nie untergekommen.
Aber Google Mail ist mehr, als nur ein Freemailer. Google Chat ist automatisch mit implementiert. Über verschiedene Tools kann man Google Mail aber auch als Festplatte einbinden und als Datenspeicher nutzen. Als webbasierter Datenspeicher, man kann also von überall darauf zugreifen, solange man einen Internet-Anschluß hat. Was Google Mail alles kann hat Tim Bormann in seinem Blog geschrieben, als eine inoffizielle Anleitung zu Google Mail. Vielen Dank, Tim, für diese tolle Anleitung. Da hab ich auch gleich das ein oder andere Feature entdeckt, dass mir noch recht nützlich erscheint.
Links:
Wikio







[...] der überall gelobte Spamfilter von Google wirklich das versprochene bringt, werde ich sehen. Für mich wird sich [...]
Pingback by Google Mail Einrichtung - Erster Eindruck: Gut - Grundlagen Computer — 11. Februar 2009 @ 10:25