31. März 2009
28. März 2009
Der größte Sinnengenuß, der gar keine Beimischung von Ekel bei sich führt, ist, im gesunden Zustande, Ruhe nach der Arbeit.
Immanuel Kant (1724 – 1804), dt. Philosoph
24. März 2009
Dem regelmäßigen Leser meines Blogs dürfte bekannt sein, dass ich zur Videoüberwachung ein gespaltenes Verhältnis habe. Der Mißbrauch und die weitergehende Überwachung der Bürger wird immer mehr Tür und Tor geöffnet und die sich immer weiter ausbreitende Videoüberwachung kann bzw. wird ein Mittel dazu werden. Andererseits ist das für die Betreiber öffentlicher Einrichtungen sicher auch ein Stück Vandalismusschutz – wenn er auch meiner Meinung nach nur in der ersten Zeit funktioniert. Aber ein paar Jahre sind dann auch besser als nix.
Auf jeden Fall: als ich heute in Fürstenfeldbruck aus der S-Bahn gestiegen bin, standen erst einmal drei Voll krass ey-Jungmenschen vor der Tür, natürlich ohne aus dem Weg zu gehen. Ihnen fehlen leider 23 Gehirnzellen um darauf zu kommen, dass sie dann auch nicht einsteigen können, wenn sie die Leute nicht rauslassen. Und was war die erste Frage und ihre wichtigste Sorge, als sie den Zug betraten? – “Hat der Kamera?”
Ich möchte glaub ich nicht wissen, was sie vorhatten. Aber das zeigte mir: für den Moment erzielt die Überwachung noch die gewünschte Wirkung. Die Frage ist nur: wie lange noch.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich über Star Trek Titan berichtet habe. Jetzt habe ich wieder ein neues Abenteuer der U.S.S. Titan unter dem Kommande von William T. Riker gelesen. Das zweite Abenteuer lautet Der rote König und ist erst vor kurzem erschienen.
Das Abenteuer beginnt dort, wo das erste Buch aufgehört hat. Die U.S.S. Titan ist von der Raumanomalie, die durch die Vernichtung der Thalaronwaffe von Praetor Shinzon entstanden ist, angezogen worden und vom romulanischen Raum in die kleine Magelansche Wolke versetzt worden. Dort treffen sie auf die Neyel, einem verlorenen Stamm der Menschen, deren Vorfahren bei einem misslungenen Warp-Antrieb-Experiment von Dr. Zefram Cochrane das Sonnensystem verlassen haben.
Die Einheimischen in der kleinen Magelanschen Wolke haben eine Legende, nach der sich ein Schläfer das gesamte bestehende Universum erträumt hat. Eines Tages erwacht der Schläfer und mit seinem Erwachen verschwindet das Universum. Es scheint, als wäre die Raumanomalie der Beginn des Erwachens. Mit Hilfe der Romulaner, die mit der U.S.S. Titan in der kleinen Magelanschen Wolke gelandet sind, beginnt Captain Riker mit seiner Crew die Neyel zu evakuieren.
Auch wenn mich zwischenzeitlich das Buch eine Strecke lang gelangweilt hat, ist es dennoch gut und empfehlenswert. Gegen Ende, wenn mit der Evakuierung die Dramatik und Spannung immer mehr gesteigert wird, ist das Buch richtig gut. Bei der üblichen Bewertung mit max. 5 Sternen würde das Buch insgesamt 4 Sterne von mir bekommen. Hätte man auf den langweiligen Teil verzichtet, der für die Story auch nicht notwendig ist, wären es wohl volle 5 Sterne geworden.

23. März 2009
Seit ein paar Wochen fahre ich anders in die Arbeit bzw. von der Arbeit nach Hause. Seit dem ersten Warnstreiktag Anfang Februar habe ich entdeckt, dass ich mit Umsteigen in Pasing auf die/von der S20 genauso schnell, aber auch viel bequemer bin. Und seit etwa zwei Wochen fahre ich ab Mittersendling mit der S 7034 (Deisenhofen – Grafrath via S20) durch bis Fürstenfeldbruck, dort habe ich Anschluß an meinen Regionalbus. Einfach ein super bequemer Weg.
Nun hat es die S-Bahn in München aber an sich, täglich mit Verspätungen zu fahren, mal mehr, mal weniger. In Mittersendling fährt 4 Minuten vor der S 7034 die S7. Normalerweise haben beide S-Bahnen Verspätung, womit die S7 eigentlich immer vor der S 7034 fährt. Zweimal hab ich es allerdings schon erlebt, dass die Reihenfolge umgekehrt war. Und das hat Folgen.
Während beim ersten Mal der Lokführer noch in Mittersendling stehend durchgesagt hat, dass dieser Zug die S20 über Pasing nach Grafrath ist, haben viele erstmal auf den Netzplan geschaut und Grafrath gesucht. Vor allem, von Mittersendling ausgehend, haben sie entsprechend lange gesucht. Denn im Display steht keine Liniennummer, sondern nur ein S. Und die Durchsage wurde anscheinend ignoriert. Panik macht sich breit, ist man denn wirklich in der richtigen S-Bahn? Man könnte ja die anderen Fahrgäste fragen. Fragen? In München? Niemals! Man kommt ja alleine klar.
Und so kommt es, wie es kommen muss. Nachdem der Zug in Richtung Pasing abgebogen ist, man eben Laim passiert hat, dämmert es: Es ist die falsche Richtung. Von Nervosität ergriffen, wird nach dem passenden Weg zum Ziel gesucht. Im Prinzip ist es ja einfach nur jede S-Bahn von Pasing in Richtung Innenstadt. Man muss nur aufpassen, dass man nicht wieder in der S20 und damit zurück am Ausgangsort landet.
Man könnte es von der Bahnseite so einfach machen, die Fahrgäste nicht zu verwirren: auch wenn der Zug mit Grafrath über Pasing hinaus fährt, einfach statt einem S ein S20 ins Display. Denn das ist den Leuten einfach mehr ein Begriff, wie denn der Fahrtweg aussieht. Und schließlich hat man dafür ja auch die Liniennummern einst erfunden.