Als Anhänger von Star Trek fand ich es furchtbar schade, dass mit Star Trek 10 – Nemesis das letzte Abenteuer der TNG-Crew verfilmt wurde. Auch die Star Trek-Serien wurden nicht mehr weiter produziert. Und mit dem Lesen hatte ich es bis letzten Dezember nicht so. So kam ich also erst neulich auf die Idee, doch mal nachzusehen was es denn im Buch-Bereich gibt. Immerhin habe ich im Dezember mit Q² ein TNG-Abenteuer gelesen, dass nie verfilmt wurde.
Fündig wurde ich dann u.a. mit Star Trek – Titan 1: Eine neue Ära. Die Titan ist ein neues Schiff der Luna-Klasse und geht als erstes von 12 Serienschiffen in Betrieb. Wir befinden uns in der Zeit direkt nach den Ereignissen im Film Star Trek 10 – Nemesis
. Aus den Flitterwochen zurückgekehrt übernimmt Captain William T. Riker den Befehl über die U.S.S. Titan, mit an Bord und in der Crew ist seine Ehefrau, Counselor und Diplomatin Deanna Troi. Das romulanische Imperium ist nach dem Tod von Praetor Shinzon in Unruhen gefallen. Mit den Remanern droht den Romulanern der Bürgerkrieg, der romulanische Geheimdienst möchte an die Macht und der neue Praetor des Imperiums wird nicht von allen Teilen anerkannt.
Die U.S.S. Titan wird von der Föderation mit einem Hilfskonvoi nach Romulus entsandt, um die Friedensverhandlungen zwischen den Romulanern und den Remanern zu unterstützen. Mit an Bord ist Admiral Akaar, der nur Stück für Stück seine Informationen über die Mission an Captain Riker preisgibt. Der Admiral hat den Kontakt zu zwei Vulkaniern verloren, die verdeckt auf Romulus arbeiten – Botschafter Spock, der seit elf Jahren auf Romulus im Untergrund an einer Wiedervereinigung der Romulaner und Vulkanier arbeitet, und Commander Tuvok, der den Botschafter für einen Zwischenbericht auf die Erde zurückholen sollte. Die Mannschaft der U.S.S. Titan soll beide auffinden und an Bord holen, ohne dass man auf Romulus vom Einmischen der Sternenflotte erfährt, da sonst die Friedensverhandlungen in Gefahr geraten.
Mit Star Trek – Titan wird damit die Zeitlinie und die Erfolgsstory der Sternenflotte weiter fortgeführt. Es ist schön zu lesen, wie William T. Riker in seine Aufgabe als Captain hineinwächst und dabei auf ganz neue Probleme stösst, die dem Trekkie bisher unbekannt waren: nur 15% der Mannschaft besteht aus Humanoiden. Die Probleme zwischen den Kulturen, die wir aus unserer Gesellschaft so gut kennen, machen auch vor der Sternenflotte nicht Halt. Immer wieder Rückverknüpfungen zu vergangenen Ereignissen aus den verschiedenen Star Trek-Serien und -Filmen sowie das Auftauchen altbekannter Charakteren macht die Story zu einem Ganzen, mit dem sich jeder Trekkie sofort wieder identifizieren kann. Demnächst erscheint mit Star Trek – Titan 02. Der rote König der zweite Roman der Reihe. Man darf gespannt sein.








