Seit ein paar Wochen fahre ich anders in die Arbeit bzw. von der Arbeit nach Hause. Seit dem ersten Warnstreiktag Anfang Februar habe ich entdeckt, dass ich mit Umsteigen in Pasing auf die/von der S20 genauso schnell, aber auch viel bequemer bin. Und seit etwa zwei Wochen fahre ich ab Mittersendling mit der S 7034 (Deisenhofen – Grafrath via S20) durch bis Fürstenfeldbruck, dort habe ich Anschluß an meinen Regionalbus. Einfach ein super bequemer Weg.
Nun hat es die S-Bahn in München aber an sich, täglich mit Verspätungen zu fahren, mal mehr, mal weniger. In Mittersendling fährt 4 Minuten vor der S 7034 die S7. Normalerweise haben beide S-Bahnen Verspätung, womit die S7 eigentlich immer vor der S 7034 fährt. Zweimal hab ich es allerdings schon erlebt, dass die Reihenfolge umgekehrt war. Und das hat Folgen.
Während beim ersten Mal der Lokführer noch in Mittersendling stehend durchgesagt hat, dass dieser Zug die S20 über Pasing nach Grafrath ist, haben viele erstmal auf den Netzplan geschaut und Grafrath gesucht. Vor allem, von Mittersendling ausgehend, haben sie entsprechend lange gesucht. Denn im Display steht keine Liniennummer, sondern nur ein S. Und die Durchsage wurde anscheinend ignoriert. Panik macht sich breit, ist man denn wirklich in der richtigen S-Bahn? Man könnte ja die anderen Fahrgäste fragen. Fragen? In München? Niemals! Man kommt ja alleine klar.
Und so kommt es, wie es kommen muss. Nachdem der Zug in Richtung Pasing abgebogen ist, man eben Laim passiert hat, dämmert es: Es ist die falsche Richtung. Von Nervosität ergriffen, wird nach dem passenden Weg zum Ziel gesucht. Im Prinzip ist es ja einfach nur jede S-Bahn von Pasing in Richtung Innenstadt. Man muss nur aufpassen, dass man nicht wieder in der S20 und damit zurück am Ausgangsort landet.
Man könnte es von der Bahnseite so einfach machen, die Fahrgäste nicht zu verwirren: auch wenn der Zug mit Grafrath über Pasing hinaus fährt, einfach statt einem S ein S20 ins Display. Denn das ist den Leuten einfach mehr ein Begriff, wie denn der Fahrtweg aussieht. Und schließlich hat man dafür ja auch die Liniennummern einst erfunden.
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