1. Mai 2009

Tag der Arbeit oder eher: Tag der Gewerkschaften

Category: Politik — smirne @ 19:26

Heute, am Tag der Arbeit, wird ironischerweise alles getan, nur nicht gearbeitet. Und alljährlich feiern die Gewerkschaften in Deutschlands Städten große Kundgebungen, in denen sie all das anprangern, was sie schon immer angeprangert haben: Arbeitgeber und Politiker. Denn scheinbar machen die solange alles falsch, solange die Menschheit überhaupt noch arbeiten muss und nicht durch einfaches Aufwachen am Morgen mal schnell Millionen Euros verdient hat.

Wie zu erwarten war, fordert man derzeit noch mehr Geld für nichtsbringende Konjunkturpakete, ignoriert wie seit Jahrzehnten die Gesetze von Marktwirtschaft und hat sich auf Finanzmanager eingeschossen.

“Finanzhaie, Hedgefondsmanager, gierige Besitzer großer Aktienpakete, gegelte Boni-Jäger mit Jachten und eigenen Inseln und nicht zuletzt die, in deren Auftrag sie spekuliert und gezockt haben, haben unverantwortlich gehandelt.”

Michael Sommer, DGB

Was mich dabei interessieren würde: wieviel Aktienpakete haben eigentlich Gewerkschafter und Gewerkschaften? In wievielen Aufsichtsräten von Banken sitzen Gewerkschaftsverteter und haben den Bankmanagern den Auftrag erteilt, den Gewinn zu maximieren? Wieviele Gewerkschaftsvertreter haben ihre Pflicht als Aufsichtsrat vollständig wahrgenommen, um das Zusammenbrechen der Luftblase oder der Beteiligung an selbiger zu verhindern?

Verdi-Chef Frank Bsirske fordert eine Besteuerung der Reichen mit 80%. Reinster Populismus, das kommt natürlich bei den Niedrigverdienern gut an. Nein, nicht nur bei Niedrigverdienern, auch bei Mittel- und Hochverdienern. Denn viele wissen gar nicht, auf welche hohem Niveau eigentlich ihr Einkommen in Deutschland mittlerweile liegt. Vor allem Gewerkschaftsmitglieder kann man nicht in den Niedriglohnsektor zählen, denn die Menschen dort unten haben ganz andere Sorgen, als gewerkschaftliche Mitarbeit. Aber genau diese Schicht der Gewerkschaftsmitglieder ist die lauteste Schicht, die, die am lautesten Schreien, wie schlecht es ihnen doch geht. Und dort kommt natürlich eine Forderung nach einer 80%-Besteuerung aller Besserverdienenden unheimlich gut an. Wieviel verdient Frank Bsirske eigentlich?

Quellen und Links:

Wikio

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