19. Juli 2009

TV-Tipp: Die fetten Jahre sind vorbei

Kategorie: Kino, Film und Buch — smirne @ 20:15
http://www.wikio.de

Hier wieder ein meiner Meinung nach sehr guter, deutscher Film über drei junge Rebellen, die gegen unser typisch deutsches Bürgertum Widerstand leisten.

Die WG-Bewohner Jan (Daniel Brühl) und Peter (Stipe Erceg) sind zwei zwanzigjährige Großstadtrevolutionäre, die eine außergewöhnliche Form des Widerstands gegen das etablierte Bürgertum entwickelt haben. Sie brechen in Villen ein, stehlen jedoch nichts. Stattdessen verrücken sie Möbel, zweckentfremden Luxusgegenstände und hinterlassen die Botschaften „Die fetten Jahre sind vorbei“ oder „Sie haben zu viel Geld“, letztere unterzeichnet mit der Signatur: „Die Erziehungsberechtigten“. Sie wollen damit die Geschädigten zum Nachdenken bewegen.

Peters Freundin Jule (Julia Jentsch) ist wegen hoher Schulden niedergeschlagen. Peter lädt Jule daher zu einem Kurzurlaub nach Spanien ein. Aufgrund eines Mietrückstands erhält sie eine Räumungsklage von ihrem Vermieter, und Peter fliegt alleine. Jan hilft Jule beim Renovieren. Dabei lernen die beiden einander kennen, und eine Romanze entwickelt sich zwischen ihnen. Jule glaubte bislang, die nächtliche Abwesenheit von Peter und Jan sei dem Plakatieren geschuldet. Jan weiht sie ein und zeigt ihr eine Villa, die er ausspäht.

Als Jule erkennt, dass sie sich in Berlin-Zehlendorf befinden, fahren die beiden zur Villa des Gläubigers von Jule. Sie schuldet Justus Hardenberg 94.500 Euro, da sie mit einem Wagen ohne TÜV und ohne bezahlte Haftpflichtversicherung einen Auffahrunfall mit Hardenbergs S-Klasse verursacht hat. Jule überredet Jan in Hardenbergs Villa einzubrechen, was ihnen auch gelingt. Die beiden räumen die Möbel um und amüsieren sich im Schwimmbecken. Als Jule auf die Terrasse tritt, und dadurch eine weitere Alarmanlage auslöst, fliehen beide. Am nächsten Tag kehrt Peter zurück, die beiden verschweigen ihm aber die Vorfälle.

Später bemerkt Jule, dass sie ihr Mobiltelefon in der Villa hat liegen lassen. Jan und Jule fahren erneut dorthin und werden von Justus Hardenberg überrascht, den sie niederschlagen. Sie rufen Peter um Hilfe. Gemeinsam entführen sie ihr Opfer in eine entlegene Almhütte hoch über dem Tiroler Achensee.

Bald stellt sich heraus, dass der entführte Klassenfeind alles andere als ein herzloser „Bonze“ ist. Vielmehr berichtet er von seiner Zeit im Vorstand des SDS, seiner Bekanntschaft mit Rudi Dutschke und all den Affären in seiner damaligen WG mit drei Männern und drei Frauen, wo er auch seine spätere Ehefrau kennenlernte. Als Hardenberg sich an die „Freie Liebe“ von damals erinnert, meint er, dies ja kaum dem Dreiergespann schildern zu müssen. Dadurch verrät er die Beziehung von Jan und Jule an Peter und gibt sich erstaunt, dass dieser nichts davon weiß.

Die drei Jugendlichen kommen zum Schluss, dass die Entführung „moralisch unter aller Sau“ war, und bringen Hardenberg wieder zu seiner Villa zurück. Vor dem Abschied drückt dieser Jule eine handgeschriebene Verzichtserklärung auf die Ansprüche aus dem Auffahrunfall in die Hand und sagt dabei: „Ich will doch nicht dein Leben verbauen“. Ferner sagt Hardenberg, dass man „die Bullen“ aus dem Spiel lassen könne.

Trotzdem wird am darauffolgenden Morgen die Wohnung von Peter und Jan von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei gestürmt; diese wird jedoch leer vorgefunden, bis auf einen Zettel an der Wand auf dem steht: “Manche Menschen ändern sich nie.”. Hardenberg sitzt mit Anzug und Krawatte, ganz der Alte, in einem Polizeiwagen und ist Zeuge der Wohnungsstürmung. Jule, Peter und Jan sind in einem fernen Hotel an der spanischen Küste. Hiermit endet die eigentliche Version des Films, und es folgt der Abspann mit dem Titelsong „Hallelujah“ (Jeff Buckley).

Quelle: Wikipedia

Ausgestrahlt wird der Film:

  • Di/Mi 21./22. Juli 2009 um 00.10 Uhr auf ORF2
  • Mi 22. Juli 2009 um 20.15 Uhr auf ARD
  • Sa 25. Juli 2009 um 20.15 Uhr auf EinsFestival
  • So/Mo 26./27. Juli 2009 um 03.10 Uhr auf EinsFestival

Quellen und Links:

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