Archive for Dezember, 2009

Wenn ich sowas lese, geht mir echt die Hutschnur hoch

Sonntag, Dezember 27th, 2009

Als Beispiel nannte er die Behandlung von Zuckerkranken mit kurzfristig wirksamem Insulin. „Das ist ein Komfortgewinn, aber nicht notwendig zur Sicherung des Überlebens von Diabetikern.“

Chef der AOK Baden-Württemberg, Rolf Hoberg, auf WELT online

Komfortgewinn. So ist das also. Als Diabetiker (Typ I), der diese Insulinanalogon spritzt (in meinem Fall: Humalog), geht mir da echt die Hutschnur hoch. Erst mit Insulinanalogon war es möglich, mich mit meinem Tagesablauf zusammen, der ja auch stark vom Arbeitsverhältnis abhängt, auf HBA1C-Werte von unter 7% zu bringen. Nur Dank des Insulinanalogons habe ich heute Werte, die an gesunde Menschen heranreichen.

Was Herr Hoberg vergisst: durch diesen “Komfortgewinn” werde ich die Chance haben, keine Folgeerkrankungen zu bekommen. Folgeerkrankungen wie den diabetischen Fuß, diabetische Retinopathie, diabetische Nephropathie, Makroangiopathien. Was das erst Kosten verursachen würde für die Krankenkassen.

Herr Hoberg kann auch gerne auf 90% seiner Bezüge verzichten. Dies ist auch nur ein Komfortgewinn, den er nicht zum Überleben braucht.

Ne, man fasst es nicht, was Leute für Aussagen tätigen. Erst denken, dann reden. Lernt man schon in der Grundschule.

Und hierfür 18,7 Mio. EUR ausgegeben…

Mittwoch, Dezember 9th, 2009
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Ein einfaches Schild hätte es auch getan. Aber es musste ja moderne Technik sein, TFT-Displays mit einem rechnergestützten System. Versprochen wurde eine dynamische Fahrgastinformation. Seit Jahren funktionieren die Systeme aber nur ausserhalb von Störungen, sobald es nur in irgendeiner Art und Weise zu Unregelmässigkeiten kommt, schaltet die Bahn die Systeme ab und lässt einen statischen Text anzeigen.

Hinzu kommen noch die Displays am Marienplatz, die noch nie vollständig funktioniert haben. Die eigentlichen Zugzielanzeiger schalten im Sommer ständig wegen Überhitzung ab und zeigen nach Abkühlung, wenn überhaupt, nur für Sekunden etwas an bevor sie wieder abschalten. Die Zugvoranzeiger zeigen seit Monaten “Anzeige zur Zeit leider nicht möglich. Bitte Zugbeschilderung beachten.”

Und dafür hat die S-Bahn nun 18,7 Mio. EUR rausgeschmissen (Quelle: S-Takt Januar 2004) Natürlich gefördert durch Steuergelder vom Freistaat Bayern. Eigentlich könnte man da doch erwarten, dass nach 5 Jahren das System funktioniert.

Fundstück: Die Mainzelmännchen redesigned

Dienstag, Dezember 1st, 2009

Im YouTube-Kanal von @gutjahr: Bye Bye, Brender (1) – Neue Koch-Show im ZDF

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