Mobile Bordkarten – man fällt auf
Freitag, Dezember 31st, 2010Wo ich gestern schon über das Handy-Ticket berichtet habe, tu ich das heute über mobile Bordkarten bei Fluggesellschaften. Das erste Mal ließ ich mir im Sommer 2009 noch auf mein damaliges Motorola Klapphandy bereits eine mobile Bordkarte schicken. Wie beim Handyticket gibt es hier einen QR-Code auf dem Display, der eingescannt wird. Nach dem Online-Check-In bekommt man den Code per SMS oder E-Mail zugeschickt und gibt dann sein Gepäck auf reinen Gepäckschaltern auf. Beim Boarding hält man das Display mit dem QR-Code auf den Scanner und kann an Bord gehen.
Soweit die Theorie. Wie bereits erwähnt nutzte ich das zum ersten Mal im Sommer 2009 auf einem Flug mit der Lufthansa nach Hannover. Beim Hinflug hatte ich den Code auf dem Handy, beim Rückflug dank verfügbarem WLAN auf dem iPod Touch. Beide Male hat das ohne Probleme funktioniert als wäre es Alltag. Von den Blicken der anderen Passagiere mal abgesehen, die teilweise durchaus neugierig waren. Ich wurde auch durchaus darauf angesprochen, denn zum Durchgehen in den Sicherheitsbereich muss man ja auch seine Bordkarte vorzeigen und die Passagiere hinter mir in der Schlange waren neugierig, wie das ging, dass ich nur mein Handy vorzeigte. Als ich ihnen das erklärte waren sie erstaunt, aber fanden es toll.
Dieses Jahr bin hab ich die Möglichkeit insgesamt viermal auf dem iPhone genutzt – bei Germanwings mit ihrer eigenen App. Vor einem Monat konnte sowohl in München als auch in Köln der Scanner meinen Barcode nicht abscannen. Die Folge war, dass ich das Boarding für einige Momente aufgehalten hatte, da sie mich von Hand im Computer eintragen mussten. Und diese Woche beim Hinflug hatte man mir bei der Gepäckaufgabe in München gleich eine Papierbordkarte ausgestellt, obwohl ich ja bereits mobil eingecheckt war. Und beim Rückflug gestern wurde das Boarding wieder richtig im Retro-Style durchgeführt – der Scanner war defekt und konnte weder die mobilen noch die Papier-Bordkarten erfassen.
Und auch anderthalb Jahre nach meiner ersten Erfahrung mit den mobilen Bordkarten habe ich festgestellt: man fällt immer noch auf, denn die Zahl derer, die diesen Service nutzen ist sehr gering. Die meisten nutzen immer noch Papier, sei es vom Check-In am Flughafen oder vom Online-Check-In zuhause, bei der sie die Bordkarte auch noch selbst ausdrucken. Neue Möglichkeiten setzen sich halt nur langsam durch. Und nicht jeder hat so eine Technik-Affinität wie ich. Leider.








