Archive for Juni, 2010

Die Atomstrom-Lobby liefert den besten Beweis

Samstag, Juni 19th, 2010

…warum man die Diskussion um die Laufzeitverlängerung kippen muss.

Drehen wir die Uhr ein paar Monate zurück. September 2009, noch vor der Bundestagswahl, stellte der bayerische Umweltminister Markus Söder (CSU) klar, dass eine Laufzeitverlängerung an Auflagen geknüpft werden. Eine Beteiligung an der Sanierung vom Atommülllager Asse, eine deutlich spürbare Entlastung der Strompreise für die Verbraucher und die Investition der zusätzlichen Gewinne in erneuerbare Energien waren die Forderungen (Spiegel Online berichtete).

Nur einen Monat später, im Oktober 2009, aber immer noch vor der Bundestagswahl stellte auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) – heute Kandidat als Bundespräsident – ebenfalls die Forderung, dass sich im Falle der Laufzeitverländerung die Atomindustrie mit Milliarden an der Sanierung von Asse beteiligen müsse (Focus Online). Auch im Januar 2010, und damit nach der Bundestagswahl, war aus der Union zu vernehmen, dass bei Laufzeitverlängerungen die Stromkonzerne einen Großteil ihrer daraus resultierenden Gewinne abgeben sollen. CSU-Politiker Josef Göppel sprach von 75% (Welt Online).

Zuletzt war es der Plan unserer Tigerenten-Regierung, im Rahmen des Sparpaketes eine Brennelemente-Steuer einzuführen und so die Atomindustrie mit 2,3 Milliarden Euro beteiligen (Zeit Online). Und jetzt geht die Atomindustrie auf die Barrikaden und zeigt damit ihr wahres Gesicht: gegen die Pläne der Bundesregierung möchte man den Rechtsweg beschreiten und Klage einreichen, wenn es soweit kommt (Financial Times Deutschland und Spiegel Online berichten). Es war doch so klar, dass die Stromkonzerne die Laufzeitverlängerung haben möchten, aber natürlich ohne irgendetwas von den Gewinnen abgeben zu müssen.

Das ist meiner Meinung nach ein deutliches Signal der Atomlobby an die Bundesregierung: von uns bekommt ihr nichts zusätzlich. Wenn nun unsere Regierung auch nur einmal nen Arsch in der Hose zeigen möchte, dann bleibt ihr nur eine Wahl: die Gespräche zur Laufzeitverlängerung sofort stoppen und am Atomausstieg festhalten! Ich persönlich befürchte jedoch, dass die Laufzeitverlängerung kommt. Und natürlich wird auch Geld von der Stromindustrie an die Bundesregierung fliessen. Unterm Tisch in die privaten Taschen bzw. als großzügige Parteispende.

Bei all dem hin und her der Laufzeiten von Atomkraftwerken und in dem ganzen Wirr-Warr der Nachrichten, aus dem für den Normalmenschen, der nicht gerade aus dem Energiesektor kommt, nicht mehr erkennbar wird ob Atomenergie wirklich gebraucht wird oder nicht, muss sich die Atomlobby dennoch eine Frage gefallen lassen. Wieso schafft es eigentlich das 100% kommunale Unternehmen Stadtwerke München bis 2025 den gesamten Strombedarf der Millionenstadt aus erneuerbaren Energien zu decken? (Quellen: SWM, WiWo, Süddeutsche, RP Online, Zeit Online)

Die Blogosphäre zum Thema:

Danke, Sky!

Mittwoch, Juni 16th, 2010

Sie nerven einfach, diese Vuvuzelas. Darüber hab ich mich hier ja auch schon beklagt. Der Pay TV-Sender Sky hat nun darauf reagiert und filtert ab sofort die Vuvuzelas raus. Ich bin jetzt gerade beim Spiel Südafrika gegen Uruguay absolut fasziniert davon, echte Fußballatmosphäre zu hören. Raunen und Schreie der Fußball-Fans, Trommeln, die Balltritte, die Pfiffe des Schiedrichters, all das, was die Tröten bisher immer übertönt haben, ist plötzlich hörbar. Eine ganz andere Atmosphäre. Und für alle Abonnenten, die dennoch die Bienenschwarm-Atmosphäre haben wollen, wird das ungefilterte Signal als zweite Tonoption angeboten. Danke, Sky! Jetzt weiß ich, warum ich Euch abonniert habe.

Zuschauer des Free TV werden sich weiterhin mit den übertönenden Vuvuzelas zufrieden geben müssen. Die ARD und ZDF filtern (noch) nicht. Sie pegeln nur die Stadionatmosphäre runter.

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Nahverkehr in München – iPhone Apps im Test – Teil 2

Mittwoch, Juni 16th, 2010

Ich habe vor ein paar Wochen hier bereits einige iPhone-Apps vorgestellt, die für den ÖPNV in München angeboten werden und meine eigenen Testurteile dazugeschrieben. Heute möchte ich zwei weitere Apps vorstellen: München Offline Fahrplan und MVG FahrInfo.


Fotostrecke App-Test Nahverkehr München

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Vuvuzela – die nervigen Tröten

Sonntag, Juni 13th, 2010

Seid ihr auch so genervt von den Vuvuzelas? Diese Tröten bei der WM, bei denen man die ganze Zeit das Gefühl hat, man sitzt mitten in einem Hummel- oder Bienenschwarm. Für Imker sicher ein schönes Geräusch. Für den Fußballfreund und Fernsehzuschauer nervig.

Doch nicht nur der Fernsehzuschauer ist genervt. Auch Trainer und Spieler sind durch die Vuvuzelas gestört. Kommunikation auf dem Platz zwischen Trainer und Spielern oder bei den Spielern untereinander ist kaum möglich (SpOn und BZ berichten). Dennoch lehnte Fifa-Präsident Joseph Blatter erst einmal ab. Die Vuvuzelas ist ein “Teil der Kultur Afrikas”.

Das mag soweit schon richtig sein. Es stellt sich auch die Frage, ob man dem afrikanischen Kontinent durch ein Verbot nicht auch vor den Kopf stoßen würde. Vor allem jetzt, nachdem die WM bereits drei Tage läuft. Nachträglich etwas zu verbieten braucht meines Er

achtens schon einen deutlich wichtigeren Grund als es mit dem Nerv-Faktor zu begründen. Einen Sicherheitsgrund oder gesundheitliche Gründe lassen sich wohl zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht mehr vorschieben. Was tun?

Für den Fußballfan zuhause am Bildschirm wäre zumindest durch die Fernsehsender die Möglichkeit vorhanden, die Frequenzen der Vuvuzelas herauszufiltern. ARD und ZDF lehnen dies – zumindest derzeit noch – ab mit der Begründung, dass die Stadionatmosphäre verloren ginge. Das ist sicherlich auch nicht von der Hand zu weisen. Ich möchte auch gar nicht wissen, wie viele sich beschweren, würde man tatsächlich die Vuvuzelas herausfiltern. Die Befürworter und die Gegner in meiner Twitter-Timeline halten sich die Waage. Ich vermute bei den Fernsehzuschauern ein ähnliches Verhältnis von 50:50.

Zumindest eines machen unsere Fernsehsender: sie drosseln die Stadionatmosphäre ab. Ich persönlich sehe die Spiele bei Sky und habe dort einmal auf die englische Tonspur umgeschalten. Aber wirklich nur kurz. Die Stadionatmosphäre war dort erheblich lauter, der Kommentator vor lauter Vuvuzela-Lärm kaum zu verstehen. Ich danke den Fernsehsendern, dass sie den Lärm zumindest absenken.

Egal, ob nun noch ein Verbot kommt oder nicht. Die erste WM auf dem afrikanischen Kontinent, die WM 2010 in Südafrika, wird in der Sportgeschichte eingehen als die WM mit den nervigen Tröten.

Die Blogosphäre schreibt zum Thema:

Web Analytics mit Piwik

Samstag, Juni 12th, 2010

Nachdem ich vor etwas mehr als einem Monat ja Google Analytics wegen datenschutzrechtlichen Bedenken aus dem Blog entfernt habe, war ich auf der Suche nach etwas Neuem. Denn interessieren tut es mich schon, wieviel Zugriffe ich habe, was populär im Blog ist und was nicht, oder woher meine Besucher kommen. Durch diese Analyse kann ich die Beiträge im Blog auch ein wenig steuern. Auf Themen, die überhaupt nicht ankommen, kann ich verzichten, bei Themen, die gut besucht sind, lohnt es sich in ähnliche Richtungen weiterzumachen. Somit ist ein Analyse-Tool unerlässlich.

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Nach fast 13 Jahren gehen wir nun getrennte Wege

Donnerstag, Juni 3rd, 2010

Meine SIM-Karte und ich, wohlgemerkt. Seit November 1997 war sie mein ständiger Begleiter im Leben. Ich hab sie so gut wie überall hin mitgenommen. Mit insgesamt 8 verschiedenen Mobilfunkgeräten ist sie eine enge Verbindung eingegangen, um mich jederzeit mit Telefon und SMS zu versorgen. In den letzten 4 Geräten auch mit MMS oder dem mobilen Internet und seit Dezember 2008 wurde mit ihr sogar getwittert.

Seit gestern Abend ca. 23 Uhr hat sie ausgedient. Die einst von Mannesmann D2 Privat erworbene SIM-Karte wurde von Vodafone abgeschalten, mein Vertrag endete um 24 Uhr. Machs gut, liebe SIM. Du hast viel gesehen, viel erlebt und mit mir viele tausend Kilometer zurückgelegt, im In- und Ausland. Eines sei Dir sicher, liebe SIM: ich werde Dich nicht hergeben oder zerstören. Denn Du hast mich nicht nur 13 Jahre mit der Welt verbunden, die 13 Jahre haben auch uns verbunden. Genauso wie Dein und mein erstes Gerät, wirst Du in die Ewigkeit aufbewahrt.

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