Bald gehts los: Streiks ab kommenden Wochenende
Die Streiks im öffentlichen Nahverkehr in Bayern sind beschlossene Sache. Deutlich über 90% der Gewerkschaftsmitglieder haben sich in einer Urabstimmung für Streiks entschieden. Die Gewerkschaft Verdi hat angekündigt, dass ab dem Wochenende mit Streiks zu rechnen ist.
Betroffen sind insgesamt 17 bayerische Städte: Aschaffenburg, Augsburg, Bad Kissingen, Bad Reichenhall, Bamberg, Bayreuth, Coburg, Dachau, Erlangen, Fürth, Hof, Landshut, München, Nürnberg, Passau, Regensburg, Schweinfurt. Hier muss damit gerechnet werden, dass die Busse und Bahnen morgens in den Depots bleiben, einen, zwei, drei Tage bis hin zu mehreren Wochen. Die Länge des Ausstands bestimmen die Gewerkschaften – bis die Arbeitgeber ein neues Angebot vorlegen und durch die Gewerkschaften bzw. deren Mitglieder angenommen wird.
Die Gewerkschaften setzen dabei auf eine Schockwellen- oder Nadelstichenstrategie. Es sollen nur einzelne Teile bestreikt werden, z.B. nur die Werkstätten, die Belieferung von Fahrkartenautomaten, nur ein Verkehrsmittel wie z.B. die U-Bahn, mal das komplette System für einen Tag, am nächsten Tag läuft es wieder, am Tag darauf steht wieder alles. Damit will man die Fahrgäste nicht allzu sehr vergraulen. Aber eine sichere Planung und sichere Verabredungen und Terminabsprachen sind dennoch nicht möglich.
Quellen und Links:
- Ausstand soll laut ver.di bereits am Wochenende beginnen: Bayerische U-Bahn- und Busfahrer beschließen Streik (PR-inside)
- Tarifkonflikt: Ab Freitag droht wieder Streik (Augsburger Allgemeine)
- Streik: Gewerkschaft will ab Montag Nahverkehr lahmlegen – Jetzt kommt die Schockwellen-Strategie (tz-online)
- Tarifverhandlungen gescheitert
Neue Streiks in München drohen (muenchenblogger)