Archive for the ‘Gesundheit und Sport’ Category

iBGStar – Blutzucker messen mit dem iPhone

Donnerstag, Dezember 29th, 2011

Seit ein paar Monaten benutze ich ein neues Blutzuckermessgerät, das iBGStar von Sanofi Aventis. Zeit, ein Resümee zu ziehen:

Sehr klein und filigran: das iBGStar von Sanofi-Aventis

Das Messgerät ist eigenständig und beinhaltet ein Display und einen Akku. Zudem gibt es eine Schnittstelle, mit der man das iBGStar an das iPhone oder den iPad von Apple anschließen und die Messwerte in die dazugehörige App übertragen kann. Insgesamt ist das Gerät sehr klein, wirkt allerdings gut verarbeitet. Natürlich wird eine Stechhilfe und eine Tasche mitgeliefert, die ebenfalls etwas kleiner gehalten sind als ich es von normalen Blutzuckermessgeräten her kenne. Für mich als mobilen Mensch wirkte das erst einmal sehr ansprechend.

Aber die ersten Probleme zeigten sich sofort: die kleine Tasche ist zwar für unterwegs recht praktisch, bietet jedoch keinerlei Unterbringung für den Insulin-Pen. Keine Gummischlaufe ausserhalb oder innerhalb der Tasche, an der man den Pen befestigen kann. Ich habe ihn anfangs noch lose im Rucksack mitgenommen, aber das wurde mir irgendwann zu blöd ihn ständig dort suchen zu müssen – denn wir wissen, Rucksäcke können manchmal groß sein, wenn man etwas drin sucht. Nach kurzer Zeit bin ich wieder zu meiner großen Diabetes-Tasche zurückgekehrt, in der ich alles unterbringe – von der ich allerdings gerne loskommen würde, da sie mir dann insgesamt doch zu groß ist. Etwas, das in die Jackentasche passt wäre ideal.

Die App: automatische Messwertübertragung, erhöhte Messwerte werden dabei orange, zu niedrige Messwert rot eingefärbt.

Ein weiterer Negativpunkt, der sich sofort zeigte: die App. Wenn auch der Messwert sofort übertragen ist, angeschlossenes Messgerät vorausgesetzt, so zeigen sich in der weiteren Verwendung deutliche Nachteile. Die Kohlenhydrate können ausschließlich in Gramm angegeben werden, der in der Regel verwendeten Broteinheiten lassen sich nicht einmal als Alternative einstellen. In der Tagebuch-Ansicht werden lediglich die Blutzuckerwerte angezeigt, die Anzeige von Kohlenhydrat- und Insulineintragungen ist zwar in der Detailansicht noch abrufbar, man muss sich da jedoch mühsam durchtippen. Für eine schnelle, optische Kontrolle oder dem Verwerten der Erfahrungen ist das einfach ungeeignet. Noch dazu sind Eintragungen von KH oder Insulininjektionen ohne vorherige Messung zwar möglich, im Tagebuch aber nicht mehr abrufbar.

Auch die grafische Auswertung oder die Statistik ziehen lediglich die Blutzuckerwerte heran. Ich komme also um eine weitere Software oder das gute, alte Papiertagebuch nicht herum und mache hier sozusagen eine doppelte Buchführung. Sehr unpraktisch und führt auch manchmal zu fehlenden Eintragungen. Wenns mal wieder schnell gehen muss wird kurz gemessen und gedacht: trage ich später ein. Und dann wirds vergessen.

Nur unwesentlich länger gedauert hat es, bis sich der Nachteil des kleinen Gerätes zeigte: die geringe Akku-Leistung. Wo soll bei dieser Größe auch eine große Kapazität untergebracht werden. Und so ist mir dem iBGStar etwas passiert, was ich bisher bei Blutzuckermessgeräten noch nie erlebt habe: keine Energie, keine Messung. Meine bisherigen Geräte waren alle mit Batterie ausgestattet, die ich nie bis zum Lebensende betrieben habe, denn das Messgerät wurde vorher ausgetauscht (und ich spreche hier von mehreren Jahren Betrieb). Also muss das Gerät entweder mit dem iPhone verbunden bleiben (auch dann wird es geladen, zieht natürlich die Energie dann aus dem iPhone-Akku) oder man gewöhnt es sich an, es regelmäßig (idealerweise über Nacht) mit dem mitgelieferten Netzteil oder über den USB-Anschluß am Computer zu laden.

Das iBGStar und das iPhone sind bereit zur Blutzuckermessung.

Und nun nach mehreren Monaten zeigt sich ein weitere Fehler: das Messgerät sitzt nur noch sehr locker am iPhone und man muss darauf achten, dass es richtig gerade draufsitzt – sonst gibts keine Verbindung. Es mag zwar sein, dass sich das durch eine Silikonhülle geben würde (gibt es für iPhone 3G und 3GS, für iPhone 4 und 4S bis heute jedoch nur in Planung), aber es lässt doch sehr an einer langen Zuverlässigkeit des Gerätes zweifeln. Da sowohl die Dock Connector als auch mein Zusatzakku am iPhone fest sitzen ist das iPhone als Fehlerquelle schonmal auszuschliessen – es liegt eindeutig am iBGStar.

Noch was zum alltäglichen Umgang: das iBGStar alleine zu nutzen ist aufgrund der geringen Größe schon ein ziemliches Gefrickel. Am iPhone angedockt ist es insgesamt wieder sehr groß und unhandlich. Die Stechhilfe sticht auch in der kleinsten Einstellung ziemlich tief (oder sind die Lanzetten so dick? Ich weiß es nicht.) – das tut nicht nur jedesmal weh, es kommt auch entsprechend viel Blut. Früher, als man noch ein paar Mikroliter Blut brauchte wäre das ein Segen gewesen, aber heute nicht mehr notwendig.

Für mich ist klar: das iBGStar war nur ein kurzes Intermezzo, nach Aufbrauch meiner noch vorhandenen Teststreifen werde ich zu einem anderen Gerät wechseln. Schade, die Idee dahinter hat mir sehr gefallen. Vielleicht wird es in Zukunft bessere, tauglichere Varianten des Messgerätes geben.

Die App mit der Tagebuchansicht. Durch Antippen der Messwerte kommt man in die Detailansicht und kann die Kohlenhydrat- und Insulineintragungen sehen.

Danke, Sky!

Mittwoch, Juni 16th, 2010

Sie nerven einfach, diese Vuvuzelas. Darüber hab ich mich hier ja auch schon beklagt. Der Pay TV-Sender Sky hat nun darauf reagiert und filtert ab sofort die Vuvuzelas raus. Ich bin jetzt gerade beim Spiel Südafrika gegen Uruguay absolut fasziniert davon, echte Fußballatmosphäre zu hören. Raunen und Schreie der Fußball-Fans, Trommeln, die Balltritte, die Pfiffe des Schiedrichters, all das, was die Tröten bisher immer übertönt haben, ist plötzlich hörbar. Eine ganz andere Atmosphäre. Und für alle Abonnenten, die dennoch die Bienenschwarm-Atmosphäre haben wollen, wird das ungefilterte Signal als zweite Tonoption angeboten. Danke, Sky! Jetzt weiß ich, warum ich Euch abonniert habe.

Zuschauer des Free TV werden sich weiterhin mit den übertönenden Vuvuzelas zufrieden geben müssen. Die ARD und ZDF filtern (noch) nicht. Sie pegeln nur die Stadionatmosphäre runter.

(weiterlesen …)

Vuvuzela – die nervigen Tröten

Sonntag, Juni 13th, 2010

Seid ihr auch so genervt von den Vuvuzelas? Diese Tröten bei der WM, bei denen man die ganze Zeit das Gefühl hat, man sitzt mitten in einem Hummel- oder Bienenschwarm. Für Imker sicher ein schönes Geräusch. Für den Fußballfreund und Fernsehzuschauer nervig.

Doch nicht nur der Fernsehzuschauer ist genervt. Auch Trainer und Spieler sind durch die Vuvuzelas gestört. Kommunikation auf dem Platz zwischen Trainer und Spielern oder bei den Spielern untereinander ist kaum möglich (SpOn und BZ berichten). Dennoch lehnte Fifa-Präsident Joseph Blatter erst einmal ab. Die Vuvuzelas ist ein “Teil der Kultur Afrikas”.

Das mag soweit schon richtig sein. Es stellt sich auch die Frage, ob man dem afrikanischen Kontinent durch ein Verbot nicht auch vor den Kopf stoßen würde. Vor allem jetzt, nachdem die WM bereits drei Tage läuft. Nachträglich etwas zu verbieten braucht meines Er

achtens schon einen deutlich wichtigeren Grund als es mit dem Nerv-Faktor zu begründen. Einen Sicherheitsgrund oder gesundheitliche Gründe lassen sich wohl zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht mehr vorschieben. Was tun?

Für den Fußballfan zuhause am Bildschirm wäre zumindest durch die Fernsehsender die Möglichkeit vorhanden, die Frequenzen der Vuvuzelas herauszufiltern. ARD und ZDF lehnen dies – zumindest derzeit noch – ab mit der Begründung, dass die Stadionatmosphäre verloren ginge. Das ist sicherlich auch nicht von der Hand zu weisen. Ich möchte auch gar nicht wissen, wie viele sich beschweren, würde man tatsächlich die Vuvuzelas herausfiltern. Die Befürworter und die Gegner in meiner Twitter-Timeline halten sich die Waage. Ich vermute bei den Fernsehzuschauern ein ähnliches Verhältnis von 50:50.

Zumindest eines machen unsere Fernsehsender: sie drosseln die Stadionatmosphäre ab. Ich persönlich sehe die Spiele bei Sky und habe dort einmal auf die englische Tonspur umgeschalten. Aber wirklich nur kurz. Die Stadionatmosphäre war dort erheblich lauter, der Kommentator vor lauter Vuvuzela-Lärm kaum zu verstehen. Ich danke den Fernsehsendern, dass sie den Lärm zumindest absenken.

Egal, ob nun noch ein Verbot kommt oder nicht. Die erste WM auf dem afrikanischen Kontinent, die WM 2010 in Südafrika, wird in der Sportgeschichte eingehen als die WM mit den nervigen Tröten.

Die Blogosphäre schreibt zum Thema:

Wenn ich sowas lese, geht mir echt die Hutschnur hoch

Sonntag, Dezember 27th, 2009

Als Beispiel nannte er die Behandlung von Zuckerkranken mit kurzfristig wirksamem Insulin. „Das ist ein Komfortgewinn, aber nicht notwendig zur Sicherung des Überlebens von Diabetikern.“

Chef der AOK Baden-Württemberg, Rolf Hoberg, auf WELT online

Komfortgewinn. So ist das also. Als Diabetiker (Typ I), der diese Insulinanalogon spritzt (in meinem Fall: Humalog), geht mir da echt die Hutschnur hoch. Erst mit Insulinanalogon war es möglich, mich mit meinem Tagesablauf zusammen, der ja auch stark vom Arbeitsverhältnis abhängt, auf HBA1C-Werte von unter 7% zu bringen. Nur Dank des Insulinanalogons habe ich heute Werte, die an gesunde Menschen heranreichen.

Was Herr Hoberg vergisst: durch diesen “Komfortgewinn” werde ich die Chance haben, keine Folgeerkrankungen zu bekommen. Folgeerkrankungen wie den diabetischen Fuß, diabetische Retinopathie, diabetische Nephropathie, Makroangiopathien. Was das erst Kosten verursachen würde für die Krankenkassen.

Herr Hoberg kann auch gerne auf 90% seiner Bezüge verzichten. Dies ist auch nur ein Komfortgewinn, den er nicht zum Überleben braucht.

Ne, man fasst es nicht, was Leute für Aussagen tätigen. Erst denken, dann reden. Lernt man schon in der Grundschule.

Volksbegehren Nichtraucherschutz in Bayern – Demokratie wahrnehmen

Mittwoch, November 18th, 2009

Wer mich kennt und wer meinen Blog verfolgt, weiss, dass ich nicht gerade ein Freund des Rauchens bin. Insofern käme mir ein strengerer Nichtraucherschutz ganz gelegen. Aber darum geht es mir jetzt gar nicht. Ich möchte hier nur auffordern.

Ich möchte alle Wahlberechtigten in Bayern auffordern, sich zwischen dem 19. November 2009 und dem 2. Dezember 2009 für das Volksbegehren Nichtraucherschutz einzutragen, gleich ob Raucher oder Nichtraucher.

Ein Volksbegehren ist in unserem derzeitigem Staat die einzige Möglichkeit, über die Demokratie herrschen kann. Was ist demokratischer, als das Volk abstimmen zu lassen, was es möchte. Hier besteht die Chance, dass tatsächlich der Willen des Volkes eingebracht wird. Alle bisherigen Regelungen wurden uns nur von den Politikern übergestülpt und so richtig war nie jemand zufrieden. Wir, das Volk, predigen doch immer, dass “die da oben” machen, was sie wollen. Hier können wir es in der Hand haben.

Im Zeitraum 19.11. bis 2.12. geht es nur um Unterschriften, damit das Volksbegehren überhaupt zugelassen werden kann. Hierzu benötigt es rund 950.000 Unterschriften bayernweit. Erst danach wird das Volk “gehört”, indem es beim Volksbegehren abstimmt, was es denn möchte.

Vom 19. November 2009 bis 2. Dezember 2009 aufs Rathaus gehen und eintragen! Damit Demokratie gelebt werden kann. Damit das Volk entscheidet.

Dieser Aufruf kann sinngemäß auf alle Volksbegehren übertragen werden. Nur wenn das Volk entscheiden kann, herrscht wirklich Demokratie!

Der Ausverkauf der Kranken hat begonnen

Sonntag, November 1st, 2009

Nein, ich meine nicht Quelle, deren Leichenfledderei heute Morgen begonnen hat. Ich meine unser Gesundheitssystem und hier tatsächlich die Kranken. Wie Spiegel Online und ZDF heute berichten, sagte der Bundesminister für Gesundheit, Philipp Rösler (FDP), dass er einen Systemwechsel im Gesundheitswesen durchsetzen will.

Grundsätzlich ist das ja nicht verkehrt, unser Gesundheitssystem ist derzeit überfrachtet mit geldschluckender Bürokratie und riesigen Wasserköpfen innerhalb der Krankenkassen. Doch was will Herr Rösler ändern?

(weiterlesen …)

Vernetzung
Suche
Archive

Copyright © 2012 Smirnes Blog. Search Engine Optimization by Star Nine. Distributed by Wordpress Themes