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10. März 2010
Mit etwas Verspätung führ ich mein Tagebuch doch noch fort. In dieser Woche hatte ich wieder das erste Ausbildungsjahr zum Elektro-Grundkurs. Die Azubis haben einfache Schützsteuerungen verdrahtet, mit den Aufgaben haben sie vor Weihnachten bereits begonnen und nun nach ein paar Wochen Unterbrechung an entsprechender Stelle weitergemacht. Meine Aufgabe hierbei ist die Abnahme und Auswertung der aufgebauten Schaltungen. Da mir persönlich die Aufgaben in den Kursunterlagen nicht weit genug gehen (Wendeschützschaltung, Warnblinkanlage, gegenseitige Einschaltverriegelung, Folgeschützschaltung) und die Eigenentwicklung von Schaltungen vorantreiben will, hab ich neben einer Ampel mit zwei Kreuzungsseiten (spätere Erweiterung mit gelb Blinken einer Kreuzungsseite bei Nachtbetrieb) auch noch folgende Aufgabe gestellt:
Aus Sicherheitsgründen darf eine Maschine nur bei gleichzeitiger Betätigung der Taster S1 und S2 im Tippbetrieb betrieben werden. Zwischen der Betätigung der beiden Taster dürfen maximal 1,5 Sekunden liegen. Liegt die Zeit über 1,5 Sekunden, muss die Inbetriebsetzung der Maschine verhindert werden.
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7. Februar 2010
Die Woche ist komplett anders gelaufen, als ich sie mir vorgestellt hatte. Aus persönlichen Gründen musste ich von Montag bis Mittwoch zu Hause bleiben und habe mich entsprechend am Montag Morgen auch in der Arbeit abgemeldet. Verschiedene Kollegen haben währenddessen meine Azubis vertretungsweise betreut, via Telefon hatte ich noch Bescheid gegeben, dass Auswertungen anstehen und ich vor hatte die Anlagenprüfung an den Netzsimulatoren noch üben zu lassen.
Als ich am Donnerstag dann wieder in der Arbeit war, habe ich mich erstmal wieder auf den aktuellen Stand gebracht. Der Kurs war schon so gut wie abgeschlossen, es fehlten bei fast allen nur noch die Dokumentationen, an denen sie die zwei Tage noch gearbeitet haben. Nur insgesamt sieben Anlagen mussten von mir noch ausgewertet werden.
Kurz und knackig war das für mich die ganze Arbeitswoche, die eben leider nur aus zwei Tagen bestanden hatte. Zur Vorbereitung und Materialbestellung für den Kurs in der nächsten Woche bin ich dadurch gar nicht gekommen. Das wird am Montag wieder Improvisation werden. Da hab ich endlich mein erstes Ausbildungsjahr wieder und endlich auch mal mehrere Wochen am Stück. Ich gehe davon aus, in diesem Block zumindest einmal den Grundkurs mit ihnen abschließen zu können.
Zum Abschluss möchte ich noch allen ex-Auszubildenden gratulieren, die jetzt ihre Ausbildung mit erfolgreicher Prüfung bestanden haben. Ich wünsche einen guten Start auf den neuen Stellen.
30. Januar 2010
Wie immer möchte ich gleich zu Anfang darauf hinweisen, dass zur Wahrung der Anonymität Personen lediglich als Zahlen-Buchstaben-Kombination und in männlicher Form erwähnt werden.
Diese Woche war ich für den Kurs “Elektrische Installation” mit dem 2. Ausbildungsjahr eingeteilt. In diesem Kurs sind von den Auszubildenden in Kleingruppen eine Wohnung, eine Firma mit Büro und Werkstatt sowie eine Trinkwasseranlage zu installieren, in Betrieb zu nehmen, sowie das Lasten- und Pflichtenheft, eine Kostenkalkulation und die elektrische Dokumentation zu erstellen. Die Gruppen benötigen hierbei etwa 4 Tage pro Aufgabe.
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23. Januar 2010
Das war sie nun, die erste Arbeitswoche in 2010. Begleitet haben mich Papier und Stift noch mehr als sonst, habe ich mir doch die Stichpunkte meiner Tätigkeiten mit aufgeschrieben, um jetzt diesen Eintrag verfassen zu können. Meinen ursprünglichen Gedanken, meine Arbeit tageweise aufzuführen habe ich relativ schnell wieder verworfen, gehen doch manchen Tätigkeiten laufend über mehrere Tage hinweg. Eine Wochenzusammenfassung dürfte hier dann doch die bessere Wahl sein.
Vorneweg ein Hinweis, der sich auch in zukünftigen Blogeinträgen immer wiederholen wird: Zur Anonymisierung, aber unter Beibehaltung eines Wiedererkennungswerts innerhalb des Blogs für den regelmässigen Leser, werden einzelne Auszubildende durch eine Zahlen-Buchstaben-Kombination dargestellt und ausschließlich die männliche Form Auszubildender verwendet. Natürlich haben wir auch weibliche Auszubildende bei uns, diese bilden nur durch den männlich dominierten Beruf eine kleine Minderheit. Würde ich sie nun entsprechend hervorheben, wäre die Anonymität nicht mehr genügend zu gewährleisten.
Diese Woche war in meinem Ausbilder-Einsatz-Plan keine Gruppe geplant, was aber nicht heisst, dass ich nichts zu tun habe. Vorgenommen hatte ich mir die Überarbeitung des SPS-Lehrgangs (Speicherprogrammierbare Steuerungen) zu beginnen und die nächste Woche organisatorisch vorzubereiten. Außerdem die Unterstützung meines Teamkollegen, bei dem das 2. Ausbildungsjahr für Elektrische Anlagen und das 4. Ausbildungsjahr zur praktischen Prüfungsvorbereitung geplant war.
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18. Januar 2010
Ich möchte heute die neue Kategorie Tagebuch eines Ausbilders eröffnen und hier ein wenig über meine Arbeit plaudern. Ausbilder ist kein Beruf – Ausbilder ist eine Berufung. Es wird niemals langweilig, trotz des sich ständig wiederholenden Stoffs. Man ärgert sich viel mit und über seine Auszubildenden, aber man lacht und fiebert auch mit ihnen. Ausbilder, das ist für mich der schönste Beruf den es gibt: Nach der Schule kommen die Auszubildenden bei uns dumm an (Lehrer mögen mir diesen Satz verzeihen), wenn sie uns dann nach zweieinhalb, drei oder dreieinhalb Jahren verlassen, dann sind sie keine Auszubildenden mehr. Sie sind dann Jungfacharbeiter und haben eine berufliche Zukunft, sie sind unsere berufliche Zukunft. Die Nachwuchs- und Führungskräfte von Morgen.
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