Mit Der Fledermausmann hat Jo Nesbø eine neue Romanfigur geschaffen: den norwegischen Polizist Harry Hole. Für den ersten Roman wurde Harry nach Australien geschickt, um den dortigen Kollegen in einem Mordfall an der Norwegerin Inger Holter zu helfen. Im Laufe der Ermittlungen baut er eine Freundschaft zu seinem Kollegen Andrew Kensington auf, einem Aborigine, und verliebt sich in die ausgewanderte Schwedin Birgitta Enquist. Gemeinsam mit seinen australischen Kollegen ermittelt Harry in die vollkommen falsche Richtung, so langsam dämmerte es ihm aber, dass Andrew etwas damit zu tun haben könnte. Zumindest weiss Andrew mehr, als er sagt…

Das Buch und die Geschichte fand ich persönlich an vielen Stellen sehr langatmig, so wurde viel über die Geschichte Australiens und der Umgang mit den Aborigines erzählt, das aber mit der eigentlichen Kriminalgeschichte nichts zu tun hat. Auch wird in langen Szenen von Harrys früherer Liebe erzählt, das bringt die Charaktere von Harry Hole einem aber nicht näher. Gegen Mitte des Buches überschlagen sich die Ereignisse, sind aber nur sehr oberflächlich beschrieben, umso gleich wieder in eine langatmige Szene aus Harrys bisherigem Leben überzugehen.

Alleine, dass ich über 3 Wochen für das Buch gebraucht habe, zeigt mir, dass die Motivation des Lesens schon gut nachgelassen hat, was aber durchaus an der Geschichte lag. Dennoch wollte ich es zu Ende bringen. Den Rezensionen auf den Buchshop-Websites nach soll das zweite Buch in der Reihe um Harry Hole deutlich besser sein. Ich weiss noch nicht, ob ich mir das wirklich antun will.