Deutsches Bergbau-Museum und Veste Zons
So, gestern war ich erst etwas später im Hotel und hatte keine Lust mehr, einen Eintrag zu schreiben. Daher gibts heute erst den Bericht zu gestern.
Also, morgens bin ich auf nach Bochum, da wollte ich mir das Deutsche Bergbau-Museum ansehen. Sind ja mit dem ICE gerade mal 40 Minuten von Düsseldorf aus. Dort angekommen hat mich eine Ausstellung erwartet, die einerseits gut gemacht ist.
Man beginnt in einer Halle, in welcher der Bergbau im Ruhrgebiet gut dargestellt wird. Anschließend bin ich mit dem Aufzug in ein Anschauungsbergwerk gefahren worden, 18 Meter unter der Erde. Dort wurden etliche Maschinen ausgestellt, mit deren Hilfe die Kohle abgebaut wird. Leider standen an den Maschinen nur Schilder mit deren Namen und ein bisschen was zur Leistung. Aber die generelle Funktion wurde nicht erklärt, für Nicht-Techniker und Kinder also nicht gerade sehr informativ.
An wenigen Stationen konnte man ein Tonband mit Erklärungen zur allgemeinen Vorgehensweise im Bergbau ablaufen lassen. Dort hat sich natürlich alles immer wieder gestaut, das liesse sich eigentlich in der heutigen Zeit auch anders lösen. Sehr schlecht war es natürlich für die wenigen englischen Besucher, die sich dort mit drin befanden, die Erklärungen werden zwar auf Englisch angeboten, aber doch durch die Mehrzahl der Besucher, insbesondere durch die Kinder, ständig auf Deutsch gestartet.
Na gut, nach dem Anschauungsbergwerk wird man dann auf den Förderturm gefahren auf 50 Meter Höhe. Weiter 12 Meter kann man dann noch zu Fuß auf eine weitere Plattform gehen, bei schönem Wetter hat man dann auch sicherlich eine gute Sicht über das Ruhrgebiet. Leider war es ziemlich dunstig, so dass man gerade mal bis Dortmund und Witten sehen konnte.
Dann gehts mit dem Aufzug wieder runter ins Erdgeschoss und in weitere Ausstellungshallen. Da wird dann auf die Grundlagen des Bergbaus eingegangen und etliche Begriffe erklärt (z.B. Wetter), die man eigentlich vor der Grubenfahrt bereits hätte klären sollen. Über eine Ausstellung von Unglücken durch Grubengasexplosionen, dem Braunkohleabbau am Beispiel Garzweiler und der Entwicklung des Einfahrens in den Schacht beendet sich dann der Rundgang.
Irgendwie hatte ich mir mehr erhofft, ich denke, wenn ich auch nicht mich schon vorher über den Bergbau informiert hätte und auch schon diverse Dokumentationen gesehen hätte, wäre ich auch wohl auch genauso dumm wieder herausgekommen. Naja, abhaken, kann man vorher nicht wissen.
Danach gings erstmal wieder zurück nach Düsseldorf und bei Benrath mittels Autofähre über den Rhein zur Veste Zons, bei Dormagen gelegen. Die Veste Zons ist wohl die besterhaltenste befestigte Stadt, die Stadtmauer steht bis auf ein einziges Tor noch komplett.
Auch innerhalb der Stadtmauer finden sich noch die kleinen mittelalterlichen Gassen und viele, noch sehr gut erhaltene Häuser. Die Stadt war wirklich ihren Besuch wert, das hat die Enttäuschung vom Vormittag wieder aufgehoben. Mit dem Bus über Nievenheim ging es dann zurück.
Den Abend hab ich dann noch in der Altstadt von Düsseldorf mit meinem besten Freund verbracht und dann gemütlich bei einem Spaziergang am Rhein ausklingen lassen.
Deutschland-Pass-Statistik:
zurückgelegte Kilometer heute: 157 km
zurückgelegte Kilometer gesamt: 1909 km
im Nahverkehr: 324 km
im Fernverkehr: 1585 km
normal zu zahlender Fahrpreis mit BC50: 186,00 EUR
gespart gegenüber Deutschland-Pass: -113,00 EUR