Mehrere Monate terrorisierten die Lokführer Deutschland, indem sie die unverschämte Forderung nach einer gerechten Bezahlung aufstellten und versuchten, mit Streiks die gerechte Bezahlung durchzusetzen. Und vor gerade einmal 12 Monaten gab es überraschend die Einigung, ein bereits angekündigter, unbefristeter Streik wurde in letzter Minute abgesagt und dennoch kam es zu etlichen Einschränkungen, da die Maschinerie des Ersatzfahrplans schon in Gang war.

Gerade einmal 12 Monate! Und jetzt soll das wieder losgehen? Für Donnerstag sind die ersten Warnstreiks angekündigt. Ich fürchte, dass es wieder die Pendler treffen wird – wie eigentlich immer. Der Pendler. Derjenige, der Monat für Monat brav sein Geld abdrückt und dafür noch nicht einmal eine Gegenleistung erwarten kann. Sicher, die Bahn möchte ihn befördern. Wenn sie es aber nicht kann, aus welchen Gründen auch immer, dann ist er sein Geld trotzdem los. Entschädigungen gibt es nicht und sind auch nicht vorgesehen. Der Pendler, der zu spät zu seinem Arbeitsplatz kommt, dessen Arbeitszeitkonto darunter leidet und der Pendler deswegen länger arbeiten muss. Der Pendler, der sich von seinem Vorgesetzten anhören darf, er möchte endlich mal pünktlich erscheinen oder sich Alternativen suchen.

Liebe Gewerkschaften, wie wäre es mit diesem Vorschlag: Warnstreiks von 10 bis 14 Uhr. Damit verschont ihr zur Abwechslung mal die Pendler und trefft Euren Arbeitgeber noch viel mehr. Denn das Geld der Pendler hat er so oder so. Aber das Geld der Gelegenheitsfahrer, die ja zu dieser Zeit vermehrt unterwegs sind, das bleibt aus. Wie wäre es damit?

Ich habe ja die Hoffnung, dass es bei einzelnen Aktionen bleibt und man schnell zur Einigung kommt. Und ist es bei der Bahn vorbei, dann geht es im Nahverkehr gleich weiter. Der Tarifvertrag bei der MVG läuft am Wochenende aus, die Verhandlungen sind nicht gut angelaufen. Vielleicht überlappen sich DB und MVG sogar noch. Und bei mir werden die Minusstunden nur immer größer.

Zum Schluß noch ein Gedanke von maltetasking, gefunden auf YouTube zum Eisenbahnerstreik aus dem Jahre 2007:

Der Eisenbahnerstreik und seine Lösung

Achtung! Einige Sätze könnten Spuren von Ironie enthalten haben.

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