Wie ich eben aus einem Artikel der taz entnehmen konnte, ist der Mikro-Payment-Dienst Flatt nun offen für alle. Bisher konnte man sich nur dort anmelden, wenn man eine Einladung eines bereits angemeldeten Nutzers bekommen hat.

Flattr ist ein Dienst, bei dem man freiwillig für Internet-Content der teilnehmenden Seiten bezahlen kann. Es funktioniert auf folgender Basis: ist man angemeldet, bestimmt man sein monatliches Kontingent, dass man ausgeben möchte. Hierbei sind 2 EUR als Minimalbetrag Pflicht, kann das Kontingent aber auch von sich aus freiwillig erhöhen. Ist man nun auf einer bei Flattr teilnehmenden Seite, kann man selbst entscheiden, ob einem der Inhalt (Text, Photos, etc.) etwas wert ist, man also bereit wäre dafür zu zahlen. Ein Click auf den Flattr-Button (wie er auch in diesem Blog seit 2 Monaten vorhanden ist) und schon hat man den Beitrag geflattred. Am Ende eines Monats bekommt nun jeder Inhalt, den man in diesem Monat geflattred hat einen Anteil an dem Kontingent, dass man sich eingerichtet hat. Wenn man ein Kontingent von 2 EUR eingestellt und im Monat 10 Seiten geflattred hat, dann bekommt jede dieser Seiten 0,20 EUR gutgeschrieben.

Ich persönlich finde Flattr eine gute Sache und deutlich besser als das klassische Paid-Content, bei dem man eine feste Monatsgebühr zahlt um überhaupt an die Inhalte heranzukommen. Wie oft bezahlt man um dann festzustellen, dass da viel Mist dabei ist. So finde ich es von der taz gut, weiterhin auf frei verfügbares Internet zu setzen, aber sich mit Flattr auch durch die User bezahlen zu lassen. Es sei noch einmal erwähnt: das ganze ist freiwillig. Wenn mir der Beitrag nicht gefällt, brauch ich ihn auch nicht zu flattren.

Ich könnte mir vorstellen, dass Flattr eine große Zukunft haben könnte, vom kleinen Blogger bis hin zum großen Newsportal könnten alle mitmachen. Die Zahl, wie oft ein Beitrag geflattred wird kann auch zum Gradmesser werden, was die User lesen wollen und was nicht. Somit kann man auch die zukünftigen Inhalte und die Ausrichtung einer Website/eines Blogs auf seine Leser anpassen. Blogger bekommen ein wenig Anerkennung durch ihre Leser, Portale können sich dadurch finanzieren. Eine gute Idee, wie ich finde.