Informationen, Teil 6
Sie schaffens einfach immer und immer wieder, dass man sich über sie ärgern muss. Die Rede ist mal wieder von der Bahn, wem auch sonst. Auch wenn sie sich selbst immer als die tollsten vorkommen und Kritik die man äußert abtun als Bahn-Bashing, aber es gibt einfach Dinge, die dürfen nicht wahr sein. Nicht, wenn ich ein erfolgreiches Dienstleistungsunternehmen sein will, da muss man sich einfach am Kunden orientieren und da gehört das, was ich heute erlebt habe nicht dazu.
Ich warte also in Pasing, was man derzeit weniger als Bahnhof sondern mehr als Baustelle bezeichnen kann, auf meine S-Bahn stadtauswärts. Da ich da stehen geblieben bin, wo mich die S-Bahn ausgeladen hat mit der ich vom Marienplatz vorgefahren bin, war ich also im mitten im Kurzzugbereich, an der Stelle wo der neue Aufgang gebaut worden ist. Dass in dem Bereich der Bahnsteig schon ins absolut sockdustere eintaucht, weil man die vorhandenen Lampen im Rahmen der Bauarbeiten ab- und nie wieder angeklemmt hat, ist man ja schon gewohnt. Hoffentlich bricht sich da mal jemand was, damit der große rote Konzern mal wieder was von der Wegesicherungspflicht erfährt.

Der Bahnhof Pasing gleicht mehr einer Baustelle als einem Bahnhof. Die Aufnahme ist noch von einer frühen Phase der Bauarbeiten.
Ich habe also ein leichtes Brummeln gehört: “brummelbrummel Maisach brummelbrummel”. Oh, das war wohl eine Durchsage, auch eine die mich betroffen hat, denn ich wollte ja nach Maisach. Aber was durchgesagt wurde? Keine Ahnung. Ich kann hier nichts verstehen, weil man alle Lautsprecher in dem Bereich entfernt hat. Genau in dem Bereich, in dem ausnahmslos jede S-Bahn hält! Kundeninformation? Fehlanzeige! Keine Zugzielanzeiger, keine Lautsprecher, kein Licht, kein Dach, kein Regenschutz – vielleicht bald auch kein Halt mehr?