Es klingt unglaublich, aber es ist wahr: In Großbritannien ist eine Datenbank gestartet worden, in der alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahre erfasst werden. Mit Name und Anschrift, Geburtsdaten, Anschrift der Eltern, Anschrift der Schule und des Hausarztes. Systematisch geht damit die Überwachung des Bürgers in Großbritannien weiter, eine neue Runde wurde eröffnet.

Der Gedanke, der hinter der Datenbank steckt ist sicherlich ein guter: den Schutz der Kinder. Aber gerade die Datenschutzskandale in jüngster Zeit zeigen doch, wie vorsichtig man heute mit Daten sein muss. Und Großbritannien ist in den letzten Jahren damit oft in den Schlagzeilen gewesen – allen voran die Regierung. So hat z.B. ein Regierungsbeamter ein Notebook mit unverschlüsselten, sensiblen Daten im Zug verloren.

Eine Wahl haben die Bürger in Großbritannien nicht. Die Erfassung in der Datenbank ist Pflicht. Der Einstieg, alles von seinen Bürgern zu wissen ist im Vereinigten Königreich damit geschafft. Oder glaubt jemand im Ernst, dass die Daten wieder gelöscht werden mit Erreichen des 18. Lebensjahres? Mit den ersten Jugendlichen, die dieses Alter erreichen werden, wird sicher die eine Bürgerdatenbank aufgebaut. Geschickt versteckt. Fehlt nur noch die Terrorismusbegründung, dann wär das doch auch was für Herrn W. S. aus G.?

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