Respekt: offen schwuler Lehrer in Unterwössen
Der Spiegel berichtet über Josef Parzinger, einen offen schwulen Lehrer an einer Hauptschule im oberbayerischen Unterwössen. Hier kann ich nur sagen: Respekt. Solche Leute sind es, die unsere Gesellschaft braucht, um die Toleranz in den Alltag zu implementieren.
An einer Hauptschule in München, meint Parzinger, hätte er es kaum gewagt, sich zu outen.
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Hauptschulen in Millionenstädten, weiß Parzinger, sind oft geprägt von homophober Klientel mit Migrationshintergrund oder aus dem einheimischen Prekariat.
Ich kann das bisher nur bestätigen, dass die Landbevölkerung liberaler ist, als die Städter. Dass es anders herum ist, ist ein Irrglaube und hat sicherlich auch damit zu tun, dass man sich am Land kennt. In der Stadt ist man nur einer von vielen, ausschliesslich unterschieden durch den Namen. Oder, weil er anders ist, als der Standard.
Als schwuler Ausbilder in der Stadt München bin ich in einer ähnlichen Situation, habe für mich das Ganze so gelöst: Wer fragt, kriegt ehrliche Antwort. Wer nicht fragt, den interessiert es nicht. Anders als Herr Parzinger, sage ich es nicht von vorneherein frei heraus. Nicht, aus Angst. Einfach, weil es meine Grundeinstellung zum Leben ist. Ich gehe hier nicht anders um, als auch sonst in meinem Leben. Wer fragt, kriegt Antwort.
Wie heisst es so schön bei Beginn der Sesamstraße: “Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum, wer nicht fragt bleibt dumm.“
Quellen und Links: