Star Trek: Die neue Grenze – Captain Calhoun
Das Thallionische Reich ist zusammengebrochen und Starfleet möchte ein Schiff in den Sektor entsenden, dass in einer Friedensmission Beobachtungen vornimmt. Captain Picards Vorschlag, dem jungen Mackenzie Calhoun das Kommando über die U.S.S. Excalibur zu geben, wird bei Starfleet mit Zwiespalt gesehen. Letztendlich kann sich dieser Vorschlag jedoch durchsetzen.
Mackenzie Calhoun, ein Hitzkopf und früherer Widerstandskämpfer, stammt von einem Planeten, der sich erfolgreich von den Danteri befreit hat. Die Danteri sind Herrscher über das benachbarte Reich der Thallionianer. Konflikte könnten hier für die Zukunft vorprogrammiert sein. Erst Recht, als an Bord der U.S.S. Excalibur ein blinder Passagier auftaucht: Si Cwan, der gestürzte Herrscher von Thallion.
Als ersten Offizier an der Seite von Captain Calhoun ist Elizabeth Shelby, die bereits aus Star Trek: Die nächste Generation bekannt ist. Commander Shelby wollte seinerzeit an Bord der U.S.S. Enterprise D den Posten des ersten Offiziers antreten und William T. Riker streitig machen. Als Captain Jean-Luc Picard von den Borg gekidnappt war, wurde sie kurzzeitig zum ersten Offizier von Captain Riker.
Mackenzie Calhoun und Elizabeth Shelby hatten eine drei Jahre andauernde Affäre. Das macht das Verhältnis zwischen Captain und ersten Offizier noch einmal mehr schwer. Auch hier sind Konflikte bereits vorprogrammiert.
Das erste Buch der Reihe Star Trek: Die neue Grenze führt die Charaktere und die Geschichte ziemlich gut und genau ein. Der Beginn der eigentlichen Mission fällt in den Schluss des Buchs. Denn kurz nach dem Start muss erst noch humanitäre Hilfe für ein in Not geratenes Raumschiff geleistet werden. Ein zweiter Notruf treibt sie jedoch direkt in Si Cwans Feinde. Der Schluß ist wirklich so gestaltet, dass man unbedingt das zweite Buch unmittelbar weiterlesen möchte.
Die Star Trek-Story wird auch hier weiter fortgeschrieben, ohne langweilig zu werden. Schade, dass man statt einer Verfilmung von Die neue Grenze oder Titan sich für ein Prequel entschieden hat, dass eine zweite Zeitlinie zur bereits bekannten öffnet. Beide Buchserien wären es meiner Meinung nach mehr als wert, verfilmt zu werden, anstatt den alten Brei neu aufzukochen. Aber wer weiss, vielleicht gibt es ja doch noch weitere Spin-Offs im Fernsehen.