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24. August 2010
New German Interior Minister Thomas de Maiziere addresses the media during his visit of the strategic centre of the German federal police Bundespolizei in Potsdam, November 3, 2009. REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY POLITICS HEADSHOT)
New German Interior Minister Thomas de Maiziere addresses the media during his visit of the strategic centre of the German federal police Bundespolizei in Potsdam, November 3, 2009. REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY POLITICS HEADSHOT)
Der neue Personalausweis ist sicher. Das behauptet unser Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) heute, auch wenn jetzt bekannt wurde, dass es Sicherheitsmängel gibt. In der heutigen Sendung zeigt das WDR-Magazin Plusminus in Zusammenarbeit mit dem Chaos Computer Club, dass es ohne Probleme möglich ist, die Daten und die persönliche PIN aus dem integrierten Chip auszulesen.
Der neue Personalausweis hat nicht nur ein praktischeres Format. Er ist so groß wie eine herkömmliche EC-Karte. Er enthält zusätzlich zu den jetzigen Angaben noch die Postleitzahl des Wohnortes, den Künstlernamen und eine neue Zugangsnummer. In einem integrierten NFC-Chip sind diese Daten nochmals gespeichert. Zusätzlich auch eine persönliche PIN, das Passbild in digitaler Form mit den biometrischen Daten des Bildes und die Fingerabdrücke von zwei Fingern. Die Fingerabdrücke sind jedoch optional und müssen nicht abgegeben werden – noch nicht.
Mit Hilfe des NFC-Chips und der persönlichen PIN soll der neue Personalausweis die Identifikation bei Internetanwendungen deutlich sicherer machen. Sollte. Wir wissen, ein hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Heute Abend (24.8.2010) um 21.50 Uhr werden wir in der Sendung von Plusminus sehen, dass es mit der Sicherheit des Ausweises nicht weit her ist. Ich weiß nicht, was erschreckender ist, die Tatsache, dass es in relativ kurzer Zeit gelungen ist die Sicherheitssperren zu umgehen oder die Tatsache, dass die Bundesregierung dennoch von Sicherheit spricht und keinen Handlungsbedarf sieht.
Wo ist eigentlich unsere oberste Internetdatenschützerin, Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU)? Ist ihr der Datenschutz plötzlich egal? Oder ist sie zu sehr damit beschäftigt den Datenschutz von Hausfassaden zu regeln? Vielleicht ist es auch nur uninteressant, weil kein böses amerikanisches Unternehmen dahintersteckt.
Artikel und Links zum Thema:
13. Juli 2010
Viele kennen es, die Anspannung der letzten Minuten, wenn man bei ebay & Co auf einen Artikel mitbietet. Diese Anspannung kann süchtig machen. Auch die Anspannung, wie hoch wohl noch geboten wird, bei Artikeln, die man selbst auf diesen Plattform versteigert. Hat man einen guten Preis erzielt geht gleich die Suche los, was man denn noch so unnützes rumliegen hat. Denn auch hier kann das Fieber der Versteigerungen zur Sucht führen.
Offensichtlich haben unsere Bundespolitiker hier Blut geleckt. Nicht mehr nur Mobilfunkfrequenzen werden versteigert, nein, man denkt auch darüber nach, eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke zu versteigern (Die Zeit, FAZ). Man erhofft sich Mehreinnahmen, in Zeiten, in denen Luft-Sparpakete geschnürt werden, sind sie auch bitter nötig. Aber sind wir doch mal ehrlich: was hat das noch mit einer Energiepolitik zu tun? Hat das überhaupt noch etwas mit Politik zu tun? Machen die Politiker eigentlich hier ihren Job noch?
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19. Juni 2010
...warum man die Diskussion um die Laufzeitverlängerung kippen muss.
Drehen wir die Uhr ein paar Monate zurück. September 2009, noch vor der Bundestagswahl, stellte der bayerische Umweltminister Markus Söder (CSU) klar, dass eine Laufzeitverlängerung an Auflagen geknüpft werden. Eine Beteiligung an der Sanierung vom Atommülllager Asse, eine deutlich spürbare Entlastung der Strompreise für die Verbraucher und die Investition der zusätzlichen Gewinne in erneuerbare Energien waren die Forderungen (Spiegel Online berichtete).
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31. Mai 2010
Horst Köhler ist zurückgetreten, die Suche nach einem neuen Bundespräsidenten beginnt. Warum nicht Edmund Stoiber? Hier sechs Gründe, warum unbedingt Edmund Stoiber Bundespräsident werden muss
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18. Mai 2010
Dass Erich Mielke mit den Bundesinnenministern der CDU würdige Nachfolger für die Stasi hat, ist ja bereits bekannt. Nun gesellt sich die CSU-/FDP-Regierung des Freistaats Bayern dazu: am morgigen Mittwoch soll im Landtag ein Gesetz verabschiedet werden, das eine Schülerdatenbank vorsieht. So berichtet es die Abendzeitung.
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29. April 2010
Die Deutsche Bahn hat aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung 300 Millionen Euro bekommen, um ihre Stationen zu sanieren. Bahnchef Rüdiger Grube sagt in einer Pressemeldung "Die Bundesmittel kommen bei unseren Kunden an".
Wirklich? Die Bahn hat 2009 einen Gewinn von 1,8 Milliarden Euro eingefahren. Die Bahn ist natürlich so hilfsbedürftig, dass sie 300 Millionen Euro staatliche Unterstützung braucht, sonst wäre der Gewinn ja nur 1,5 Milliarden Euro. Das kann man doch wirklich nicht von der Bahn erwarten, dass sie für so einen schmalen Gewinn ihre Stationen noch auf eigene Kosten instand hält.
Und was sagt unsere Bundesregierung? Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sagt dazu: "Sie erhalten umfangreiche Informationen über unsere bundesweiten Maßnahmen zur Sanierung von mehr als 2.000 Stationen. Auf diese Weise wird sichtbar, wie wir die 300 Millionen Euro aus den Konjunkturpaketen für mehr Qualität einsetzen. Die Bundesregierung investiert in die energetische Sanierung der Empfangsgebäude, in ein besseres Informationsangebot für die Kunden, in barrierefreie Zugänge, in Wetterschutz und die Sicherheit der Bahnhöfe." Ich glaube, das braucht keinen weiteren Kommentar.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt: die Deutsche Bahn beteiligt sich an der Sanierung zusätzlich zu den 300 Millionen Euro der Steuerzahler selbst auch mit 25 Millionen Euro. Wow.