TV-Tipp: Das Netz (kabel eins)
Dieser Film aus den 90ern erschien mir damals als überzogen. Identitätsklau nur durch Änderungen in den vernetzten Computern. Wenn ich heute darüber nachdenke, dann war der Film vor allem eines: zukunftsweisend. Sicher, es wird auch heute noch nicht soweit kommen, dass man per Knopfdruck quasi ausgelöscht wird. Aber in den letzten Jahren haben wir dann doch schon erfahren, wie abhängig wir uns doch selbst von Datenbanken machen.
Aber zurück zum Film:
Die Computerexpertin Angela Bennett ist ein isoliert lebender Mensch, der seine Pizza über das Internet bestellt und kaum Kontakt zu den Nachbarn hat. Die einzige soziale Bezugsperson ist ihre an Alzheimer erkrankte Mutter, die aber aufgrund der Krankheit ihre Tochter nicht wiedererkennen kann. Sie arbeitet bei der Softwarefirma Cathedral von zu Hause aus, so dass sie Ihre Arbeitskollegen nur über das Internet oder Telefon kennt. Eines Tages erhält sie von einem Kollegen eine mysteriöse Diskette zugespielt, mit deren Hilfe sie sich plötzlich auf Internetseiten mit geheimen Informationen wiederfindet. Der Kollege, der sie ihr zusandte, stirbt kurz darauf bei einem Flugzeugabsturz.
Ein Killer wird auf sie angesetzt, der sich bei ihr einschmeichelt, um zunächst die Diskette mit dem geheimnisvollen Programm zu vernichten. Nachdem Angela Bennett dem Killer ohne ihre Ausweispapiere entkommen kann, bemerkt sie, dass jemand ihre persönlichen, elektronischen Daten und ihre Identität verändert und u.a. ihrem Register ein paar Straftaten hinzugefügt hat. Ihr Leben wird dadurch zum Albtraum, da niemand ihre wahre Identität bezeugen kann. Mit einer vom Killer in alle möglichen Computerdatenbanken eingetragenen, falschen Identität wird sie schließlich noch von der Polizei gejagt.
Sogar die einzige ihr vertraute Person, ihr ehemaliger Psychologe und Geliebter, wird vom Killer mit manipulierten Gesundsheitsdaten und daraus resultierenden falschen Behandlungen durch Ärzte, getötet.
Sie findet schließlich heraus, dass das geheimnisvolle Programm ein als Schutzprogramm getarntes Trojanisches Pferd ist, mit dem sich eine Hackergruppe, die sich Prätorianer nennt, Zugang zu wichtigen Computernetzen verschaffen kann. Auch dieselbe Gruppe ist es, die unerkannt nach und nach wichtige Computernetze angreift, um hinterher ihr „Schutzprogramm“ an die attackierten Firmen und Behörden als angebliche Security-Lösung zu verkaufen. Der Killer benutzt ebenfalls dieses Programm gegen die Protagonistin.
Letztendlich gelingt es Angela Bennett, unbemerkt von ihrem Arbeitsplatz aus (sie wurde inzwischen durch eine Doppelgängerin ersetzt) Beweise gegen den Besitzer der Herstellerfirma des „Schutzprogramms“ und gegen die Prätorianer zu sammeln und sie dem FBI zukommen zu lassen. Nachdem sie dies per E-Mail getan hat, wird sie noch vom Killer und ihrer Doppelgängerin verfolgt. Dabei erschießt der Killer die Doppelgängerin aus Versehen, und er selbst wird von Angela mit einem Feuerlöscher angegriffen und stürzt in die Tiefe.
Dem Besitzer kann nun die Verbindung zu den Hackern nachgewiesen werden; er wird festgenommen. Angela Bennett kann danach in ihr altes Leben zurückkehren. In der letzten Szene kümmert sie sich um ihre gedächtnisschwache Mutter.
Quelle: Wikipedia
Den Film mit Sandra Bullock gibt es am 15. April um 20.15 Uhr auf Kabel Eins.
Quellen und Links: