Ubuntu / WUBI – Test nach einer Woche bestanden
Dass es so einfach gehen würde hätte ich nie gedacht. Ich hab schon mehrere Test von Linux-Systemen durchgemacht und bin meist an Hardware oder Softwareinstallationen so verzweifelt, dass ich es wieder aufgegeben hab. Aber Ubuntu ist hier sowas von einfach, da erscheint Windows als kompliziert. Ubuntu ist nach nur einer Woche bereits mein Hauptsystem geworden!
Nachdem ich ja WUBI installiert habe und damit auf meiner Windows-Partition nur ein virtuelles Laufwerk eingerichtet habe kann Ubuntu den Geschwindigkeitsvorteil von Linux beim Schreib-/Lese-Zugriff auf der Festplatte nicht nutzen. Auch sind für mich die administrative Tätigkeiten manchmal doch etwas umständlich, da WUBI keinen root-Passwort vergibt und deswegen der root-Zugang versteckt ist. Alles, wofür ich die root-Rechte benötige, muss ich als Hauptuser machen und mir mittels dem “sudo -s”-Kommandos die root-Rechte vorher holen. Ich empfinde das zwar nicht als weiter tragisch, jedoch finde ich das sehr unbefriedigend.
So hab ich mich also entschlossen, in den nächsten Wochen mir eine neue Festplatte zu kaufen und einzubauen, damit wird dann WUBI deinstalliert und Ubuntu auf die zweite Platte “normal” installiert, um dann ein Vollsystem zu haben, bei dem ich mich natürlich weiter einarbeiten kann und bei dem ich die WUBI-bedingten Geschwindigkeitseinschränkungen auch nicht habe. Apropos Geschwindigkeit:
Gestern habe ich mit Hilfe von WINE mein erstes Programm zum laufen gebracht, dass nur für Windows herausgegeben wird: das Offline-HAFAS vom DB Reise-Service. Nun gut, nicht das hoch anspruchsvolle Programm, aber es zeigt mir zumindest, dass auch die kleinen Tools die man nur für Windows bekommt, auch unter Ubuntu vollwertig laufen können. Und nebenbei bemerkt, sowohl die Installation, als auch der Start und die Berechnung sind deutlich schneller als unter Windows.
Nun, da ich in den Kreis der Linux-Benutzer übergehe, werde ich sicherlich mal an einem Punkt angelangen, wo ich Unterstützung brauche. Die Unterstützung hole ich mir im Buch Ubuntu GNU/Linux von Marcus Fischer, das habe ich gestern gekauft und in der Zugfahrt nach Hause schon viel Interessantes gelesen und mich fesseln lassen. Ich denke, das ist auch für Einsteiger oder Umsteiger wie mich ein nützliches Buch, auch wenn der Umfang mit über 1000 Seiten etwas erschlagend wirkt. Linux – dank Ubuntu ist das nun für mich keine Herausforderung mehr.
Hallo, ich wollte kurz mein Statement zu Ubuntu und Windows abgeben:
Also ich habe auf meinem Notebook auf einer Platte 3 Betriebssysteme (Vista, XP Prof und Ubuntu Hardy (8.0.4) ) welche ich für die unterschiedlichsten Dinge nutze. Dazu hab ich für jedes OS eine bzw für Ubuntu zwei Partitionen angelegt. Hatte zuerst Vista drauf, dann XP installiert, den Bootmanager wiederhergestellt und abschließend Ubuntu aufgespielt. Um dann den Bootmanager zu bekommen, falls er nicht automatisch kommt, einfach eine “SuperGrubDisk” verwenden, also mit dieser booten, dann durch die Menüs klicken und den Bootmanager Grub für Linux fixen. Schon hat man den Grub-Loader als Bootlader über den man als Erstes sein Linux auswehlen kann, und wenn man darauf keine Lust hat, wählt man die “longhorn”-Installation aus (was eines der beiden Windows, bei ir Vista, ist) und kommt in meinem Fall zum Windows-Bootmanager.
Dies ist eine relativ komfortable Möglichkeit, um a) Linux und Windows parallel installiert zu haben und b) keine extra Platte kaufen zu müssen, zumal keine Leistungseinbußen bzgl Lese- und Schreibgeschwindigkeit auftreten.
Mfg