Wie uns Newsportale sagen wollen, was wir zu tun haben
Das nachfolgende Video habe ich beim Stern gefunden. Unter die Rubrik Stil 2.0 – Die digitale Höflichkeit möchte man uns hier erklären, was bei Facebook geht und was nicht. Das mag für diejenigen, die sich mit den sozialen Netzwerken noch nie beschäftigt haben sicherlich interessant sein, ich selbst finde es aber von den Machern ziemlich anmassend.
Mit diesem Knigge der digitalen Welt, der immer wieder durch sämtliche Zeitschriften und Nachrichten geistert, wird doch nur eine wahre Angst vor den sozialen Netzwerken und zum Teil auch vor dem Internet geschürt. Wenn sich jeder immer überlegt “Darf ich dieses, darf ich jenes” und bei den kleinsten Zweifeln lieber darauf verzichtet, ist das Web 2.0 ziemlich schnell tot. Sicher, peinliche Fotos gehören nicht ins Netz. Aber sind wir uns mal ehrlich, wer von uns lädt schon Fotos von sich hoch, wenn sie einem selbst peinlich sind? Und wenn Freunde das ins Netz stellen, dann ist das der Freundschaft doch auch nicht wirklich dienlich.
Es ist schade, dass hier soviel Kraft in die Panikmache gesteckt wird. Facebook ist böse, Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) hat das aus Angst in der eigenen Bedeutungslosigkeit zu verschwinden medial sehr deutlich gemacht. Arbeitgeber prüfen Bewerber bei Facebook – auch gut, werden zumindest keine Detektive eingesetzt die mehr in Erfahrung bringen, als auf Facebook veröffentlicht wird. Denn dann erfahren die zukünftigen Arbeitgeber nur das, was ich wirklich von mir preis geben will.
Genug der Worte, hier nun das Video, in dem uns allen erklärt wird, was wir die ganze Zeit falsch machen:
Bildnachweis:
Flickr / Foto: Franco Bouly.
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Was wäre schon Twitter ohne die skurrilen Benutezrnamen und ohne die netten Leutchen, die zwitschern, dass gerade der Kaffee in der Maschine durchläuft? Wer nicht von selbst draufkommt, welche Dinge man z.B. nicht machen sollte (z.B. unvorteilhafte Partybilder veröffentlichen), dem hilft auch kein Film mit Verhaltensmaßregeln im Stil der 1970er, der sich von dieser Epoche nur durch ein paar Modebegriffe und ein paar modernen Bildchen unterscheidet, aber von der Aufmachung genauso altbacken daherkommt.