Zugegeben, die Frage ist etwas komisch. Wenn ich diese Frage stelle, würde ich garantiert als Antwort bekommen im Himmel, überall oder auch es gibt keinen Gott. Es ist jedermanns eigene Sache, ob er an Gott glaubt oder nicht. Aber was, wenn sich ein Gericht mit der Frage beschäftigen müsste?

So geschehen in Nebraska, USA. Ein ehemaliger Senator hat dort eine Klage gegen Gott eingereicht, weil Gott Millionen von Erdenbürgern Angst vor Tod, Zerstörung und Terror gemacht hat. Die Klage an sich ist ja bereits eine Lachnummer – aber es kommt noch besser.

Das US-Gericht hat die Klage mit der Begründung abgewiesen, dass man für Gott keine Adresse ermitteln könne, an die die Anklageschrift gesendet werden kann. Und jedem, der angeklagt wird, müsse die Möglichkeit haben die Anklageschrift zu lesen.

Wo also wohnt Gott? Und kann man Gott verklagen? Wenn es nach der amerikanischen Justiz geht, scheint  es offensichtlich möglich. Obwohl doch jeder, der die Bibel gelesen hat weiß, dass nicht Gott für Tod, Zerstörung und Terror verantwortlich ist, sondern der Mensch. Vielleicht sollte man in Nebraska eher eine Klage gegen Eva einreichen. Oder gegen die Schlange, die Eva zur Genuß der Frucht vom Baum der Erkenntnis verführt hat.

Gefunden auf Spiegel Online: Klage gegen Gott abgewiesen