Still Alice – Mein Leben ohne Gestern

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Still Alice

(C) Polyband/24 Bilder

Alice Howland ist eine erfolgreiche Professorin für Linguistik. Eines Tages fällt ihr in einem Vortrag ein Wort nicht mehr ein, was sie in ihrem Redefluß zum Stolpern bringt. Später, zuhause, verliert sie während eines Jogginglaufs die Orientierung. Deshalb sucht sie einen Neurologen auf, der nach einigen Tests die erschütternde Diagnose stellt: Alzheimer.

Zusammen mit ihrem Mann und ihren bereits erwachsenen Kindern versucht Alice das beste aus ihrer Situation zu machen und damit umzugehen. Die fehlenden Worte werden mehr, die Erinnerungslücken häufiger. Eines Tages verliert Alice sogar in ihrem Strandhaus die Orientierung und findet das Badezimmer nicht mehr. Die ganze Zeit wird sie auf ihrem Krankheitsweg durch ihre Kinder und ihren Mann begleitet, bis dieser ein Jobangebot von der Mayo Clinic erhält.

Mein Fazit.
Aus meiner Sicht ist dieser Film eine perfekte Umsetzung eines langen Krankheitsweges. Ich kann richtig mitfühlen, mit der Angst die Alice vor dem Verlust von sich selbst hat, der Belastung, die die immer schwieriger werdende Situation auf der Familie lastet. Julianne Moore spielt die nicht einfache Rolle der Alice einfach nur grandios, vor allem gegen Ende, wenn mit kaum Mimik und nur mehr Gestammel wenig Worte trotzdem viel aussagen. Eine wirklich überzeugende Leistung und ein Film, der betroffen macht.

The Boy Next Door

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The Boy Next Door

(C) Universal Pictures International Germany GmbH

Claire Peterson wurde von ihrem Mann verlassen und lebt nun alleine mit ihrem Sohn. Ihr Nachbar nimmt seinen 19jährigen Neffen Noah auf, der seine beiden Eltern bei einem Autounfall verloren hat. Noah hat ein Auge auf Claire geworfen und als Claire ein Wochenende alleine zuhause ist, nutzt er die Situation aus und verbringt eine Nacht mit ihr. Von nun an wird Claire von Noah beobachtet und verfolgt, er beginnt regelrecht zu stalken.

Als sie sich wieder ihrem früheren Mann annähert, schlägt Noah auch nicht davor zurück, seinen “Nebenbuhler” ausschalten zu wollen. Claire vertraut sich verängstigt ihrer Freundin Vicky an, die mit ihr ein kleines Täuschungsmanöver durchführt, um den Wahnsinn zu stoppen. Doch jetzt tickt Noah erst richtig aus.

Mein Fazit.
Ich bin erstaunt, wie man aus einer guten Geschichte mit viel Potential, eine so schlechte Umsetzung gestalten kann. Der Film bleibt zwar vom Anfang bis zum Schluß spannend, aber die Ereignisse passieren Schlag auf Schlag. Der Sohn Kevin verändert sich sofort radikal, als er Noah zum Freund gewinnt. Claire hat sofort Angst vor Noah, kaum dass er in ihre Klasse versetzt wurde. Noah verändert sich von Szene zu Szene radikaler. Es wirkt, als wenn man zu viel Geschichte in zu wenig Zeit erzählen möchte. Dazu als Ende ein actiongeladener Showdown, der irgendwie so gar nicht in den Film passt und bei dem Claire urplötzlich mutige Charaktereigenschaften zu Tage bringt, die man vorher bei ihr vermisst hat. Jennifer Lopez und Ryan Guzman sind sicher nicht die Idealbesetzungen für ihre Rollen. Lopez wirkt stellenweise deplaziert und alles andere als in ihrer Rolle und auch Guzman scheint sich nicht richtig hineingefunden zu haben. Hier wurde bei der Besetzung nur allzu deutlich Wert auf gutes Aussehen gelegt.

Kingsman: The Secret Service

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Kingsman

(C) Twentieth Century Fox of Germany GmbH

Eggsys Vater hat für einen unabhängigen, britischen Geheimdienst, Kingsman, gearbeitet und ist bei einem Einsatz ums Leben gekommen. Der Kingsman Harry, der die Nachricht überbringt, schenkt Eggsy die Tapferkeitsmedaille, die man seinem Vater nach seinem Tod noch verliehen hat. Auf der Rückseite eine Telefonnummer, die er anrufen soll, sollte er jemals in Schwierigkeiten sein.

Viele Jahre später wird Eggsy wegen eines Autodiebstahls und der Flucht vor der Polizei verhaftet. Er ruft diese Nummer an und Harry bewahrt ihn vor der sicheren Haftstrafe. Harry sieht Potential in Eggsy und rekrutiert ihn für das Auswahlverfahren für Kingsman. Zusammen mit anderen muss sich Eggsy nun in der Ausbildung zum Kingsman beweisen, dass er dafür geeignet ist.

Zugleich bereitet der Millionär Valentine eine Aussonderung der Menschheit vor, durch kostenlose Handy-Sim-Karten weltweit, die auf seinen Befehl hin ein Signal aussenden, dass in den Gehirnen der Menschen der Umgebung Aggressionen auslöst, sich gegenseitig zu vernichten. Nur von Valentine ausgewählte Menschen sollten abgeschottet dieses Massaker überleben. Zuletzt hängt es an Eggsy, die Menschheit vor Valentine und seinen Komplizen zu retten.

Mein Fazit.
Die Geschichte kommt mir nicht nur wahnsinnig bekannt vor, sie erinnert mich auch typisch an die frühen James Bond-Filme. In Kingsman wird auch mehrmals auf die früheren Agentenfilme erinnert, man war sich also dessen auch durchaus bewusst. Wer jetzt aber glaubt, es wäre nur ein schlechtes Remake, der irrt.

Mit viel Witz und Humor, aber auch Spannung und Action gespickt, ist das ein wirklich sehenswerter Film geworden, der trotz der Adaption des Geschichtsfadens so vieler Agentenfilme, einzigartig erscheint. Es ist weder eine Persiflage, noch ein Remake und bringt mit Michael Caine, Colin Firth und Samuel L. Jackson gute erfahrene Schauspieler mit dem jungen Talent Taron Egerton zusammen, in dem noch Potential für viele gute Filme steckt.