Abschussfahrt

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Abschussfahrt

(C) Constantin Film

Berny, Max und Paul sind nicht nur gute Freunde, sie sind in ihrer Klasse auch die Aussenseiter. Ebenso wie Magnus, der am Asperger-Syndrom erkrankt ist, und dadurch ein kompletter Einzelgänger ist.

Als die Klasse zu einer Studienfahrt nach Prag aufbricht, beschliessen Berny, Max und Paul, es dort richtig krachen zu lassen. Paul, der in Juli, Magnus’ Schwester, verliebt ist, kann ihr die Bitte nicht abschlagen, auf Magnus am Abend aufzupassen. Berny und Max sind überhaupt nicht begeistert von der Vorstellung, den Abend zu viert im Hotel zu verbringen. Und so beschliessen sie, Magnus einfach auf ihr Abenteuer mitzunehmen.

Mit einer Limousine geht es für die vier von einer Bar zur nächsten, viel Alkohol inklusive. Bis sie aufgrund einer Verwechslung nicht beim angesagtesten Nachtclub Prags landen, sondern bei einem SM-Sex-Club. Hier verlieren sie Magnus und geraten bei der Suche nach ihm in allerhand Schwierigkeiten.

Mein Fazit.
Der Film ist von der Handlung ähnlich angelegt wie Hangover, der Rahmen bildet hier die Klassenfahrt der Teenager. In einer durchfeierten Nacht von einem Schlamassel in den nächsten zu geraten ist zwar schon oft verfilmt worden, wird aber irgendwie doch nicht langweilig. Und auch hier fühlte ich mich gut unterhalten, ich wurde sogar positiv überrascht. Ich hatte eine schlechteren Film erwartet.

Bei den Jungschauspielern stechen mit Max von der Groeben und Chris Tall Talente hervor, bei denen man sich auf mehr freut. Hoffentlich verschwenden sie die nicht mit weiteren Komödien, von denen in Deutschland meiner Meinung nach zu viele gedreht werden.

Ein Film, bei dem man gerne das Hirn ausschalten darf, der aber dennoch unterhaltend ist. Flache Witze neu verpackt, schöne Bilder. Da hab ich schon deutlich schlechteres gesehen.

The Voices

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The Voices

(C) Ascot Elite / Paramount

Der schüchterne Jerry lebt in einer Kleinstadt und hat dort einen Job in einer kleinen Badewannenfabrik. Es ist ihm sehr wichtig, ein guter Mensch zu sein, und dass seine Mitmenschen ihn für einen guten Menschen halten. Das würde auch ganz gut klappen, hätte Jerry keine psychische Erkrankung. Zuhause hat er einen Hund und eine Katze, die beide mit ihm sprechen. Der Hund verkörpert dabei seine gute Persönlichkeit, die Katze ist das Böse in ihm.

Auf einer Firmenfeier verliebt er sich in Fiona aus der Buchhaltung. Ein paar Tage später sieht er sie mit kaputtem Auto im strömenden Regen am Straßenrand stehen und bietet ihr an, sie nach Hause zu fahren. Hier kommt es jedoch zu einem Unfall mit einem Hirsch, der schwer verletzt Jerry bittet, ihn zu töten. Fiona bricht in Panik aus und rennt in den Wald, Jerry mit dem Messer in der Hand hinterher. Als beide stolpern steckt “aus Versehen” das Messer in Fionas Bauch. Sie wimmert vor Schmerzen, was Jerry an den Hirsch erinnert und er weiß, was er zu tun hat…

Mein Fazit.
Zu Beginn fand ich den Film ein wenig langatmig, aber mit der Szene im Wald beginnt er richtig gut zu werden. Es ist sehr tiefschwarzer Humor, mit dem hier gearbeitet wird, aber wer das mag, kann dabei richtig gut lachen. Ryan Reynolds gibt in Jerry die perfekte Figur ab, man nimmt ihm den treudoofen Kranken, der doch nur ein guter Mensch sein will, wirklich ab. Die Witze steigern sich bis zum Ende hin immer weiter, sich ähnelnde Szene werden nicht mehr bis zum Schluss ausexerziert, es reicht ein Geräusch um die Szene zu Ende zu bringen und jeder weiß Bescheid – und lacht. Wer auf bitterbösen schwarzen Humor steht, dem kann ich den Film nur empfehlen.

Tracers

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Tracers

(C) Senator/Central

Cam arbeitet als Fahrradkurier in New York, dem ein Kredithai im Nacken sitzt. Die Arbeit als Kurier bringt nicht genug Geld um die Raten und die Miete zu bezahlen. Eines Tages trifft er bei einem Unfall auf Nikki, eine Parkourläuferin. Doch bevor Cam irgend etwas sagen konnte, ist Nikki auch schon wieder weg.

Und so macht sich Cam auf die Suche nach dem Mädchen und findet sie auch, doch sie läuft ihm wieder davon. Cam sprintet hinterher, aber Nikki ist ihm haushoch überlegen. Er findet dabei Gefallen am Parkour und beginnt zu üben, auch in dem Parkhaus, in dem er Nikki zuletzt gesehen hat. Da wird Dylan auf ihn aufmerksam, der Bruder von Nikki, und lädt ihn zum Training in der Gruppe auf ein stillgelegtes Schiff ein. Dort sieht der Miller, Chef der Gruppe, das Potential, das in Cam schlummert.

Als Cam wegen seiner Schulden von seiner Vermieterin rausgeschmissen wird, beschliesst er, sich der Gruppe anzuschließen. Auch die Gruppe arbeitet als Kurier, jedoch im kriminellen Milieu. Und es stellt sich heraus, dass Nikki mit dem Miller zusammen ist, dennoch entwickelt sich zwischen Cam und Nikki etwas.

Mein Fazit.
Ich finde, das eine schöne, nette Action-Love-Story. Action durch die vielen Parkourläufe über die Dächern und Straßen New Yorks und nicht durch übermäßige Ballerei. Der Parkourlauf steht definitiv im Vordergrund, die Liebesentwicklung zwischen Cam und Nikki ist eher ein wichtiger Nebenschauplatz, ohne den der Film aber auch langweilig wäre. Schöne, kurzweilige Unterhaltung und mit nur 93 Minuten Laufzeit hat man sich auch wirklich nur auf das Wesentliche konzentriert und nicht durch unnötige Szenen künstlich verlängert.

In Taylor Lautner erkennt man, dass in ihm viel schauspielerisches Talent steckt. Leider hat er in der Vergangenheit mit seinen Filmen nicht gerade die besten Produktionen gewählt und man überlegt sich zweimal, ob man den Film sehen will, zumindest ging es mir so. Aber ich finde, es hat sich gelohnt. Von Marie Avgeropoulos werden wir in Zukunft auch noch mehr sehen dürfen, ihre Rolle der Nikki hat sie gut verköpert. Auch sie ist ein großartiges Talent.