Der Kino-Januar 2016

Nachdem ich letztens einen Rückblick auf das Kino-Jahr 2015 geworfen habe, möchte einführen, den letzten Monat Revue passieren zu lassen. Und der Januar hatte da schon einiges geboten – gutes wie schlechtes.

The Big Short liefert witzig unterhaltend die Hintergründe zur Immobilienblase der USA, die 2007 zusammenbrach und die Weltwirtschaftskrise auslöste. Aber Vorsicht: die Methoden des Finanzsektors, die hier sehr gut für den Laien erklärt werden, können ganz schön schockieren.

Joy bietet gute Unterhaltung, zeigt jedoch nicht die starke Power-Frau, wie es die Medien versprechen. Vielmehr handelt es um eine Hausfrau, die sich mit einer Idee selbständig machen möchte und dabei gegen Widerstände ankämpfen muss. Gut gemacht, jedoch halte ich Jennifer Lawrence für die Rolle zu jung.

The Danish Girl erzählt die Geschichte von Lili Elbe, die sich als erster Mensch einer geschlechtsangleichenden Operation vom Mann zur Frau unterzogen hat. Der Film ist nicht nur bewegend und unterhaltend, er zeigt auch erneut, was für ein besonderes Ausnahmeschauspieler Eddie Redmayne ist. Ganz klar mein Oscar-Favorit für den besten Hauptdarsteller.

The Revenant – Der Rückkehrer zeigt explizit Gewalt, aber ohne sie dabei zu verherrlichen. Sie gehört in diesen Western hinein, bei dem man ein weiteres Mal vor Leonardo DiCaprio nur den Hut ziehen kann. Er hat da wirklich alles gegeben. Ein absoluter Spitzenfilm, den ich jedem nur ans Herz legen kann.

Gut zu Vögeln hat mit dem Trailer schon seine besten Witze verbraten. Ein ums andere Mal wird bewiesen, dass in deutschen Komödien kaum auf Qualität, dafür auf Quantität gesetzt wird. Schade, aus der Idee hätte man nämlich durchaus etwas machen können.

Creed – Rocky’s Legacy ist die Staffelstabübergabe von Sylvester Stallone als Rocky Balboa an die neue Generation, Adonis Creed, gespielt von Michael B. Jordan. Wie einst Rocky muss auch Adonis als junger Außenseiter für einen großen Kampf trainieren, den vorher schon jeder als verloren geglaubt hat. Man freut sich gleich darauf auf Creed 2.

Die dunkle Seite des Mondes war die größte Enttäuschung des Monats. Hochkarätig mit Moritz Bleibtreu und Jürgen Prochnow besetzt, ist die Geschichte ziemlich abstrus und unlogisch. Offensichtlich wurde hier einiges ausgelassen.

Daddy’s Home kommt, wie man bei einem Film mit Will Ferrell erwarten konnte, eher flach daher. An der ein oder anderen Stelle ganz nett, freut man sich doch eher auf den Abspann.

Point Break ist die Neuauflage von Gefährliche Brandung, hat aber die Surfer zu Extremsportler umgewandelt. Die Geschichte hat man mit Luke Bracey mit einem hübschen Gesicht besetzt und versucht mit vielen, tollen Naturaufnahmen zu punkten. Wenn man über das allzu Spirituelle der Geschichte drüber wegsieht, kann man sich auch gut unterhalten fühlen.

Ride Along 2: Next Level Miami kann auch noch als gute Unterhaltung angesehen werden. Bei dieser Komödie darf man allerdings nicht allzu tiefgründiges erwarten, oder Witze mit Niveau.

Kommentar verfassen