Alles unter Kontrolle!

Bewerte den Film
[Total: 0 Durchschnitt: 0]

Inhalt

Filmplakat zu Alles unter Kontrolle! von Philippe de Chauveron

(C) Neue Visionen

José arbeitet in Frankreich bei der Polizei in der Abteilung, die für die Abschiebung von Ausländern zuständig ist. Nur allzu oft hat er die Ausrede gehört, die Abschiebung wäre ein Justizirrtum und man wäre ja überhaupt nicht die richtige Person.

So auch bei Karzaoui, der wegen Diebstahls an einer alten Dame verurteilt wurde und nun in seine Heimat Afghanistan abgeschoben werden soll. Nur ist es bei diesem Häftling wahr. Akim, der Karzaoui sein soll, stammt aus Algerien und hatte in Frankreich die Papiere des echten Karzaoui gestohlen – ohne zu Wissen, dass dieser alte Damen beklaut.

Es scheint ein Wink des Schicksals zu sein, dass das Flugzeug auf dem Flug nach Kabul einen Triebwerksdefekt bekommt und in Malta notlanden muss. José und sein Partner Guy müssen mit Akim die Nacht auf Malta verbringen. Aber Akim macht es den beiden Polizisten nicht leicht und versucht sie nicht nur zu überzeugen, dass er eben nicht Karzaoui ist, er sucht auch nach einer Gelegenheit um zu flüchten. Und die findet er. Nun geht die Jagd von José und Guy auf Akim los.

Trailer

Mein Fazit

Nunja, der Witz französischer Komödien ist ja häufig, dass die Geschichten extrem an den Haaren herbeigezogen sind, so auch hier. Die Figuren sind überspitzt, aber menschlich und mit den Schauspielern exzellent besetzt. Das schöne ist, dass man von Anfang auch weiß, dass es keine anstrengende, sondern lockere und einfache Komödie ist.

Bis zu einem gewissen Punkt, bei etwa 2/3 des Films, ist sie auch wirklich amüsant und unterhaltsam. Dann nimmt der Film aber eine Wendung, nicht vorhersehbar, aber so absurd, dass ich über den weiteren Verlauf verärgert war. Es wirkte, als möchte man den Film noch mit brachialer Gewalt in die Länge ziehen. Das zieht das Gesamterlebnis des Kinobesuchs leider sehr nach unten, obwohl im Film am Ende die Menschlichkeit siegt. Schade, liebe Franzosen, Komödien könnt ihr besser.

Free Fire

Bewerte den Film
[Total: 0 Durchschnitt: 0]

Inhalt

Filmplakat zu Free Fire von Ben Wheatley

(C) Splendid / 24 Bilder

Ende der 1970er vermittelt die Zwischenhändlerin Justine einen Waffenhandel für eine Gang aus Irland. Der Deal findet in der Heimat des Verkäufers, den USA statt. In einer alten Fabrikhalle soll die Übergabe stattfinden. Natürlich sind sowohl die Käufer als auch die Verkäufer mit einer gewissen Anzahl von Personen dabei. Gegenseitiges Misstrauen ist allgegenwärtig.

Nach anfänglicher Irritation, kommt der Deal schließlich zum Abschluß – fast. Am Vorabend sind ein Handlanger der Verkäufer und einer der Käufer in einer Bar aneinander geraten. Und sofort keimt der Konflikt wieder auf. Der Waffendeal ist damit nicht nur geplatzt, die beiden Lager gehen nun aufeinander los.

Trailer

Mein Fazit

Nun…wie fange ich am besten an? Die Idee, einen Film zu drehen, der sich ausschließlich um einen Waffendeal dreht, der dazu noch komplett schief geht, mag vielleicht ganz nett sein. Aber es dauerte lange, bis ich in diesen Film hinein gefunden habe – wenn ich es überhaupt tat. Ich empfand dieses Werk als überaus langatmig.

Viel Vorgeplänkel bis es zur Waffenübergabe kommt, mit Vernon (gespielt von Sharlto Copley) einen furchtbar nervigen Charakter, der für den Zuschauer wohl die Situation auflockern soll. Überhaupt versucht der Film zwanghaft witzig zu sein, an der ein und anderen Stelle gelingt das auch, allerdings nur durch extremes Überziehen der Situation.

Etwas Abwechslung bringt eine dritte Partei ins Spiel, die tatsächlich unerwartet auftaucht und auch die Auflösung am Ende des Films, zu wem sie gehört, habe ich so nicht vorhersehen können. Ein kleiner Überraschungseffekt in einem sonst eher langweiligen Film. Ein furchtbar blutiges Gemetzel, das versucht eine Komödie zu sein. Beim Versuch bleibt es leider auch.

Blogosphäre

Snowden

Bewerte den Film
[Total: 0 Durchschnitt: 0]

Inhalt

Filmplakat zum Film Snowden von Oliver Stone

Universum/Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH

Edward Snowden muss wegen einer Verletzung seine militärische Ausbildung abbrechen. Da der Autodidakt aber Stolz auf sein Land ist und ihm dienen möchte, bewirbt er sich bei der CIA. Obwohl er normalerweise nicht die Voraussetzungen erfüllt, wird er aufgrund seines umfangreichen Wissens eingestellt und hebt sich bereits in der Ausbildung von seinen Kollegen ab.

Aber weil er mitbekommt, dass einiges nicht so läuft, wie es laufen soll und die gesetzliche Grundlage dafür sehr dünn ist, kündigt er. Über IT-Firmen landet er so bei der NSA und programmiert für sie ein Echtzeit-Backup-Programm. Einige Monate später, bei einem neuen Auftrag, erfährt er jedoch, dass sein Programm für ganz andere Zwecke verwendet wird – um dem Militär bei der Ortung von Personen zu helfen und diese mittels Drohnen umzubringen.

Snowden plagt sein Gewissen und so entschließt er sich, von den Programmen Kopien auf eine Speicherkarte zu ziehen und sie hinauszuschmuggeln. In einem Hotel in Hong Kong übergibt er sie an Journalisten und erzählt ihnen seine Geschichte.

Trailer

Mein Fazit

Die Enthüllungen über die massive Überwachung der NSA in allen Teilen Welt sind uns noch allen sehr gut im Gedächtnis. Oliver Stone erzählt in diesem Film nicht nur die ungeheuren Überwachungen und Gesetzesverletzungen, die die USA damit begangen haben, sondern erzählt auch vom Mensch Edward Snowden. Es geht um den Patrioten Edward Snowden, der für sein Land nach wie vor einsteht, es aber nicht gut heißen kann, wie einfach Gesetze umgangen werden.

Mit Joseph-Gordon Levitt hat man zudem noch eine Besetzung für Ed Snowden gewählt, der ihm erstaunlich ähnlich sieht. Gegen Ende des Films hat Snowden selbst seinen Auftritt und spätestens dort wird die Ähnlichkeit deutlich. Der Film macht sprachlos, der Film erschrickt, der Film fasziniert. Ein Meisterwerk, das aber auch bereits am Anfang warnt: die wahren Begebenheiten werden dramatisiert. Aber kann der NSA-Skandal überhaupt noch dramatisiert werden?

Blogosphäre

Jetzt kaufen:

DVD: BluRay:
iTunes: Amazon Instant Video: