Mein Twitter im März

Das Schönste zuerst:

Meinen Glückwunsch an Euch beide.

Und weiter gehts mit Mobilität

Politisches

Und was mich sonst noch berührte

Mein Twitter im Februar

Ich klau dann mal die Idee vom @stadtneurotikr, der schon seit längerem seinen Monatsrückblick auf Twitter vorstellt.

Trumpeleien, politische

Schiffe und was sonst noch so verkehrt

Essen und die Auswirkungen

Fasching, Sicherheit oder was sonst noch so los war

Viel Shitstorm um nichts…

Die Attacke in einem Regionalzug bei Würzburg macht betroffen. Hat der Terror nun tatsächlich Deutschland erreicht? Ausschließen kann man es nicht und zu rechnen ist damit schon seit längerem. Auch, wenn die Polizei hervorragende Arbeit geleistet hat, bleibt eine Frage: hätte es die Chance gegeben, den Täter auszuschalten, ohne ihn zu töten? Diese Frage stellt man sich innerhalb der Polizei immer, wenn es zu einer tödlichen Schussverletzung kommt und wird im Hergang rekonstruiert.

Jetzt hat sich aber doch tatsächlich eine Politikerin erlaubt, diese Frage öffentlich zu stellen:

Sicher, es war ein wenig ungeschickt, die Frage kurz nach dem Bekanntwerden des Vorfalls zu stellen und nicht den notwendigen, zeitlichen Abstand und erste Ermittlungsergebnisse abzuwarten. Auch die Formulierung mit den rudelbildenden Fragezeichen war ebenso unglücklich wie der gewählte Kommunikationsweg über einen Kurznachrichtendienst. Die Frage ordentlich zu stellen braucht mehr als 140 Zeichen.

Die folgenden Reaktionen von Netz und Politik sind unterirdisch. Diesen wenigen Worten im Tweet wollen Leute herausgelesen haben, dass die Polizei ihre Arbeit falsch gemacht hätte, dass der Täter zum Opfer stilisiert werden soll. Neben Beleidigungen finden sich im Netz auch Aussagen, man würde eine Delphintherapie fordern. Das eigentlich Erschreckende an den Reaktion ist die Tatsache, dass sich die Menschen nicht einmal eine halbe Sekunde Gedanken gemacht haben. Nicht über die Frage, nicht über ihre eigene Interpretation der Worte und auch nicht über das, was sie schreiben. So wie Frau Künast, die in der Sache Recht hat, aber wie ich bereits ausführte, sich für den falschen Zeitpunkt und das falsche Kommunikationsmittel entschieden hat. Auch hier hätte man besser vorher nachdenken sollen, zumal die Netzgemeinde für Shitstorms bekannt ist.

Jetzt, noch nicht einmal 24 Stunden nach der Tat, sind die Ermittlungen schon soweit, dass die Frage bereits beantwortet werden kann: man hatte keine Chance, außer dem tödlichen Schuss. Dennoch war die Frage richtig und wird immer wieder gestellt werden, bei jeder tödlichen Schussverletzung durch die Polizei. Und das ist gut so. Aber bitte, wer auch immer die Frage dann wieder öffentlich in den Raum stellt, etwas mehr Fingerspitzengefühl bei Formulierung, Zeitpunkt und Kommunikationsweg ist angebracht.

Zum Schluss möchte ich an dieser Stelle eine hoffentlich schnelle und vollständige Genesung der Opfer wünschen, körperlich und seelisch. Und einen großen Dank an alle Polizisten in Deutschland.